Diese Öko-Bank wächst dank des Umweltbooms kräftig und ist dennoch günstig bewertet.
Die Öko-Bank wächst dank des Umweltbooms kräftig und ist dennoch günstig bewertet.
Die Umweltbank (WKN 577 080)hat die Finanzkrise kaum berührt. Lediglich die Aktie hat mit unter dem weltweiten Finanzdesaster gelitten. Von der Kurserholung des Sektors hat die Aktie bisher jedoch kaum profitiert – noch nicht.
Obwohl die Nürnberger Umweltbank AG im Gegensatz zu den großen Privatbanken keinerlei Verluste mit risikoreiche Finanzderivaten, sondern 2008 ein Rekordergebnis eingefahren hat, ist die Aktie von ihrem Hoch bei über 21 Euro im Zuge der Finanzkrise um über 50 Prozent eingebrochen. Die jüngste Kurserholung des Gesamten Finanzsektors hat der Wert bisher jedoch noch nicht mitgemacht – das Nachholpotenzial ist entsprechend groß.
Grüne Investments – große Nachfrage
Die Umweltbank profitiert von der großen Nachfrage nach „grünen“ Investments. Die Kundeneinlagen bei der Umweltbank fließen ausschließlich in Umweltprojekte. Die Gesellschaft fördert ökologische Projekte in den Bereichen Solar- und Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und ökologisches Bauen. 2009 soll das Wachstum fortgesetzt werden. Umweltbank-Chef Horst Popp erklärte: „Wir werden uns auch in diesem Jahr gesund weiterentwickeln.“ Die ersten Monate seien vielversprechend gewesen. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen 4.000 neue Kunden gewinnen.
Vor allem Solar-Kredite
2008 konnte die Umweltbank einen Nettogewinn von 6,7 Millionen Euro ausweisen. Das waren knapp drei Prozent mehr als im Jahr 2007, was angesichts der Finanzkrise hervorragend ist. Die Kreditvergabe der Umweltbank entfällt zu rund 47 Prozent auf Solarprojekte, knapp 29 Prozent auf ökologische Baufinanzierungen, 16 Prozent auf Wind- und Wasserkraftprojekte und etwa acht Prozent auf Projekte im Bereich Biomasse beziehungsweise Biogas sowie der ökologischen Landwirtschaft. Der Kundenzuwachs dürfte sich insbesondere durch die fallenden Preise bei Solarmodulen und damit einhergehend die noch stärker Nachfrage in diesem Bereich deutlich im Geschäftsvolumen der Nürnberger bemerkbar machen.
Große Wachstumschancen
Die Wachstumschancen der Umweltbank sind hervorragend. Denn der Bedarf an Krediten zur Finanzierung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, aber auch die Nachfrage nach ethisch-ökologischen Geldanlagen dürften in Zukunft noch stärker in den Vordergrund rücken. Mit einem geschätzten 2010er KGV von 10 und einer Dividendenrendite von knapp 3,5 Prozent ist die Aktie trotz des konstanten Wachstums günstig bewertet. Die mit einem Börsenwert von nur 77 Millionen Euro kleine Spezialbank ist vor diesem Hintergrund auch für konservative Investoren geeignet. Das Kursziel liegt bei 17,50 Euro, der Stopp sollte bei 11,50 Euro platziert werden.