Credit Agricole: Griechenland setzt der Bank zu
Die französische Credit Agricole hat heute schwache Zahlen präsentiert. Der Gewinn schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent. Lediglich Sondereffekte bewahrten die Bank vor roten Zahlen.
Die Quartalszahlen des französischen Geldinstituts Credit Agricole sorgten heute für Ernüchterung. Der Gewinn des Unternehmens brach um 75 Prozent auf 252 Millionen Euro ein und es hätte noch schlimmer kommen können. Einmalige Sondereffekte in Form des Rückkaufs nachrangiger Anleihen und dem Verkauf von Aktien der italienischen Intesa Sanpaolo sicherten der Bank schwarze Zahlen. Der Umsatz konnte um 1,3 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro gesteigert werden.
Griechenland-Anleihen belasten erneut
Das schwache Ergebnis ist besonders mit den Effekten der Griechenland-Krise zu begründen. Neuerliche Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen betrugen 940 Millionen Euro. Auch die griechische Tochterbank Empokiri belastet das Unternehmen. Die Aktie leidet heute unter den Zahlen, aktuell liegt sie rund 2,5 Prozent im Minus.

DER AKTIONÄR sieht aktuell keinen Grund für ein Investment. Wer auf eine französische Bank spekulieren möchte, fährt mit der Konkurrenz aktuell besser. Im Performance-Vergleich mit BNP Paribas und Societe Generale hat das Bankinstitut 2012 das Nachsehen.
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