Die 3U Holding und die Manz AG im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau I
Zukunftswerte erklärt: Die Aktie der 3U Holding ist an der Börse enorm unterbewertet. Aktien-Strategie hält treu zur Manz AG. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
Börsenwelt Presseschau: Die Experten von Zukunftswerte erklären aufgrund des jüngst wieder gesunkenen Aktienkurses, die Anleger würden von einer andauernden Kapitalvernichtung durch die 3U Holding ausgehen. Das stimme nicht. Bei einem Interview mit Verantwortlichen im Unternehmen ging es auch um die Fortschritte beim großen Solarprojekt in Adelebsen. Demnach soll der erste Teil des Solarparks morgen, 20. Juli, ans Netz gehen. Der Rest der Solarmodule soll ab Mitte/Ende August effektiv Strom ins Netz einspeisen. Näheres soll in dem für 15. August angekündigten Halbjahresbericht stehen. Dass sich die Politiker in Deutschland noch immer nicht auf verlässliche Rahmenbedingungen für die Solarindustrie geeinigt haben, ist "unbefriedigend". Im Management scheint sich aktuell folgende Haltung heraus zu kristallisieren: Sollten auch zukünftig Solarparks projektiert werden können, so wird man den Park in Adelebsen bald gewinnbringend verkaufen, um Geld für die nächsten Projekte zu bekommen. Sollte die Projektierung größerer Parks zukünftig unwirtschaftlich sein, wird 3U Adelebsen in den Büchern halten, die Einspeisevergütungen kassieren und den Projektwert mit 80 Prozent Fremdkapital unterlegen, welches aktuell zu etwas mehr als drei Prozent Zinsen zu haben ist. Für 3U bestehen keine ausstehenden Abnahmeverpflichtungen von Photovoltaikmodulen aus dem in früheren Jahren geschlossenen Rahmenvertrag mit Canadian Solar. Die Risiken im Solarsegment sind also äußerst gering, während die Optionen weiterhin gewahrt bleiben. Außerhalb des Solarsektors verspricht sich 3U insbesondere bei den Dienstleistungen für das sogenannte Cloud-Computing (Rechnerkapazität im Netzwerk), vor allem mit der Tochterfirma Weclapp gute Geschäftschancen.
Die Hallen mit einer Fläche von 27.000 Quadratmetern in Adelebsen sollen erst nach Umbauten, also erst ab September oder Oktober vermietet werden. Mietverträge im geschätzten Wert von 500.000 Euro pro Jahr sind nicht geschlossen, sollen aber wohl im August unterschrieben werden. Dadurch würde der Buchwert der Aktie von derzeit bereits 1,75 Euro noch weiter erhöht. Dieser Buchwert ist harte Substanz und besteht vor allem aus Bargeld und dem Buchwert für den beinahe fertigen Solarpark in Adelebsen. Wenn die 3U Holding sich nun abwickeln, die Forderungen eintreiben und die Schulden bezahlen, würde, sollten davon mindestens 1,50 Euro für die Aktionäre übrigbleiben. Derzeit kostet die Aktie nicht einmal die Hälfte dieses Betrages. Um diesem Pessimismus der Anleger entgegenzuwirken, muss 3U schnell zeigen, dass sich das Geschäft rentiert und der Vorstand sollte das reichlich vorhandene Geld schleunigst nutzen, um weiter Aktien zurückzukaufen. Eine bessere Rendite ist weder im operativen Geschäft und schon gar nicht von der Bank zu erhalten. Wenn der Vorstand melden lässt, die bereits erworbenen Aktien einzuziehen und weitere zu kaufen, dürfte der Aktienkurs deutlich zulegen. Die Zahlen für das operative Geschäft im Gesamtjahr 2012 dürften zwar schwach ausfallen, doch die Aktie ist aufgrund der Kurs-Buchwert-Verhältnisses krass unterbewertet und bis zu Notierungen von einem Euro auch für konservative Anleger kaufenswert. Das Kursziel beträgt 1,35 Euro.

Aktien-Strategie: Manz bleibt Manz
Nach der Insolvenz von Centrotherm Photovoltaics dürften Wettbewerber wie die Manz AG profitieren. Diese Ansicht vertraten die Experten von Aktien-Strategie bereits in der vergangenen Woche, wobei sie damals stärker auf PVA Tepla eingingen. Die Manz AG hat den Vorteil, dass sie nicht nur Maschinen für die Photovoltaik-Industrie baut (Sparte Solar), sondern auch in den anderen Segmenten "FPD" (Flat Panel Display, Flachbildschirme), "New Business", "Leiterplatten/OEM" und "Sonstige" erfolgreich tätig ist. untergliedert. Die anderen Standbeine gleichen derzeit die Schwäche im Solarsektor aus. Zudem könnte das Unternehmen auch einen längeren, wirtschaftlich schwachen Zeitraum überstehen, denn die Bilanz ist weit solider als die von Centrotherm. Einige Schwachstellen gibt es aber auch hier. So machten die immateriellen Werte Ende März mehr als 50 Prozent des Eigenkapitals aus. Insgesamt überwiegen jedoch die Chancen bei einem Investment, zumal sich bei 22 Euro eine charttechnische Bodenbildung abzeichnet. Die Kaufempfehlung für risikobereite Anleger im Februar kam zwar zu früh, jedoch bleibt es beim Kursziel von 32 Euro.
Änderung im Musterdepot von Aktien-Strategie:
Die Verantwortlichen für das Musterportfolio möchten 100 Anteile der Schaltbau Holding zu höchstens 79,55 Euro einbuchen.
Änderung in einem Musterdepot des Anlegerbriefes performaxx:
Die Verantwortlichen für das langfristig ausgerichtete Musterportfolio haben ihre 2.700 Anteile der MIC AG mit einem Verlust von elf Prozent zu 3,26 Euro ausgebucht.
Änderungen in Musterdepots des Aktionärsbriefes:
Die Verantwortlichen für das spekulativ ausgerichtete Musterportfolio haben ihren 30 Vorzugsaktien der KSB AG 15 weitere zu 362 Euro hinzugefügt und so den Misch-Einstandskurs für die nun 45 Stück auf 415,33 Euro gesenkt. Nun möchten sie noch 300 Vorzugsaktien der Württemberger Metallwaren Fabrik WMF einbuchen.
Die Verantwortlichen für das Allround-Musterdepot möchten ihren 80 Anteilen von National Oilwell Varco 50 weitere hinzufügen.
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