Markus Horntrich
Dialog Semiconductor hat die Zahlen zum Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht. Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr um fast 78 Prozent gesteigert werden. Für das laufende Quartal zeigte sich der Chip-Entwickler weiterhin optimistisch und rechnet erneut mit einem deutlichen Wachstum gegenüber dem Vorjahr.
Dialog Semiconductor konnte überzeugende Daten für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren. Der Chip-Enwickler konnte sowohl den Umsatz als auch den Gewinn kräftig steigern.
78 Prozent Umsatzplus
Dialog hat die Erlöse im Geschäftsjahr 2011 um knapp 78 Prozent auf 527,3 Millionen US-Dollar gesteigert. Das entspricht den vorläufig präsentierten Zahlen. Wichtiger als die bereits bekannten Umsatzzahlen war die Entwicklung beim Ergebnis, die nicht ganz die Erwartungen der Analysten getroffen hat. Mit einem EBIT von 61,6 Millionen Dollar im Gesamtjahr lag Dialog unter den Konseserwartungen von 64,9 Millionen Dollar. Die Bruttomarge war damit im vierten Quartal aufgrund hochvolumiger Aufträge, was insbesondere auf Apple zurückzuführen ist, erwartungsgemäß schwächer. Das Dialog-Management hat jedoch bereits eine Stabilisierung signalisiert.
Bullisher Ausblick
Bemerkenswert ist der starke Ausblick für das laufende Quartal." Wir gehen von einem Umsatz für diesen Zeitraum zwischen 160 und 166 Millionen US-Dollar aus. Daraus ergeben sich ein im Vergleich zum Vorjahr hohes Wachstum und ein ungewöhnlich niedriger saisonbedingter Rückgang gegenüber dem vierten Quartal. Wir gehen von einer anhaltend starken Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2012 aus und sind der Ansicht, dass sich die Bruttomarge für das erste Quartal 2012 trotz des anhaltenden Margendrucks auf einem ähnlich hohen Niveau wie im vierten Quartal 2011 stabilisieren wird. Wir rechnen zudem mit einer allmählichen Verbesserung der Bruttomarge im Jahresverlauf 2012", so die Aussage des Managements.
Der geringe Rückgang im ersten Quartal gegenüber dem traditionell starken vierten Quartal dürfte zum einen auf Aufträge von Samsung zurückzuführen sein. Zudem könnte dies auch damit zusammenhängen, dass Apple Gerüchten zufolge Anfang März eine neue Version des iPad (iPad 3) päsentieren will.

Aktie bleibt ein Kauf
Die Aktie reagiert auf die Zahlen mit Abschlägen von rund fünf Prozent. Schwächen sind aus Sicht des AKTIONÄR weiterhin Chancen zum Einstieg. Mit Stopp bei 14 Euro lautet die AKTIONÄR-Empfehlung daher weiter auf "Kaufen".