Dialog Semiconductor: Gerüchte belasten zu Unrecht
Der Kursrückgang bei Dialog Semiconductor hat viele Dialog-Aktionäre verunsichert. Die Aktie leidet unter der aktuellen Schwäche am Gesamtmarkt. Auch die Abhängigkeit von Apple ist vielen Investoren zu groß. Die Analysten von Hauck&Aufhäuser sind dennoch optimistisch.
Nachdem Dialog Semiconductor kürzlich innerhalb eines Tages ohne fundementale Nachrichten zeitweise mehr als sechs Prozent verloren hatte, machen sich die Aktionäre des Chip-Entwicklers zu Recht Sorgen.
Gerüchte im Markt
Da Dialog mindestens 40 Prozent seiner Umsätze mit Apple erzielt, kommen immer wieder Ängste auf, dass man diesen wichtigen Kunden verlieren könnte. Da passen Gerüchte ins Bild, dass Dialogs größter Rivale Maxim sich Chancen auf einen Auftrag für das iPhone 5 ausrechnet. Gegenüber Hauck&Aufhäuser bestätigte das Dialog-Management jedoch, keinen wichtigen Kunden verloren zu haben. Wenn man davon ausgeht, dass das iPhone 5 im Herbst auf den Markt kommen wird, dürften die Lieferanten längst ausgewählt sein. Dialog hat den zuversichtlichen Ausblick für das zweite Halbjahr bestätigt. Das zweite Quartal bezeichnete Dialog selbst als Übergangsquartal, da Schlüsselkunden erst im dritten und vierten Quartal wichtige neue Produkte auf den Markt bringen. Diesbezüglich dürften Samsung und Apple gemeint sein. An den Prognosen für das laufende Jahr ist daher nicht zu rütteln. Für das bald endende zweite Quartal hat Dialog 158 bis 168 Millionen Dollar in Aussicht gestellt, was einem Plus von 40 Prozent entsprechen würde. Im Gesamtjahr sollen 710 Millionen Dollar durch die Bücher gehen.

Kursschwäche überzogen
Die Kursreaktion in den letzten Tagen ist mit Hinblick auf das zweite Halbjahr und den weiterhin zu erwartenden positiven Newsflow (neue Produkte von Apple und Samsung) überzogen. Sobald sich bei der Aktie eine Bodenbildung andeutet, sollte der Wert eingesammelt werden. Hauck&Aufhäuser stuft die Aktie mit „Kaufen" und Kursziel 17,50 Euro ein.
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