Deutz-Aktie gibt vor Zahlen Vollgas: Wird’s doch nicht so schlimm?
Die Aktie des Kölner Motorenbauers hat in den vergangenen Tagen Vollgas gegeben. Dabei erwarten Experten nach der bereits erfolgten Gewinnwarnung bei den anstehenden Halbjahreszahlen eine deutlich gesenkte Prognose. Ist die Aktie des MDAX-Konzerns doch ein Kauf?
Am Donnerstag ist es soweit. Dann wird der Kölner Motorenbauer Deutz seine detaillierte Zwischenbilanz für das erste Halbjahr vorlegen. Viel Gutes ist dabei nicht zu erwarten, schließlich hat der Konzern bereits ernüchternde vorläufige Zahlen veröffentlicht. Gleichzeitig hatte Deutz angedeutet, dass die bisherigen Jahresziele wohl nicht mehr erreicht werden.
Wie schlimm wird's?
Ein ernsthafter Warnschuss war der Auftragseingang von lediglich 310 Millionen Euro. Zudem sprach Deutz davon dass er auch im Juli unter den Erwartungen lag. Anleger des MDAX-Konzerns werden daher am Donnerstag vor allem auf den neuen Ausblick des Motorenbauers blicken. Ursprünglich hat Deutz einen Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro angepeilt. Analysten rechnen nun nur noch mit rund 1,35 Milliarden Euro. Auch die angestrebte EBIT-Marge von rund sechs Prozent dürfte nicht zu halten sein.

Aktie bleibt ein Short
DER AKTIONÄR hat in Ausgabe 30/12 vor dem zunehmenden Gegenwind bei Deutz gewarnt. Die Short-Empfehlung ging zunächst voll auf. Zeitweise fiel die Aktie unter drei Euro. Das damit verbundene Verkaufssignal erwies sich allerdings als Bärenfalle. In den vergangenen Tagen hat die Aktie Vollgas gegeben, sodass sie nur noch leicht unter dem Kurs zum Zeitpunkt der Short-Empfehlung (3,50 Euro) notiert. Da sich an der Situation bei Deutz nichts geändert hat, bleibt das Kursziel 2,70 Euro. Anleger sollten daher am Turbo-Bear mit der WKN CK8WM5 festhalten.
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