Deutz: Vollbremsung
Das hat gesessen: Der Kölner Motorenbauer Deutz hat vorläufige Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Zwar hat sich das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal leicht verbessert. Der Ausblick für das Gesamtjahr kann laut Deutz wegen des spürbaren Nachfragerückgangs aber nicht gehalten werden.
Deutz hat im zweiten Quartal mehr verdient als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Wie der Kölner Motorenbauer heute bekanntgab, lag das operative Ergebnis (EBIT) vorläufigen Zahlen zufolge im zweiten Quartal leicht über den 10,3 Millionen Euro des ersten Quartals. Ähnliches gilt für den Umsatz, der mit 340 Millionen Euro rund drei Millionen Euro über dem Vorquartal gelegen haben dürfte. Das war es dann aber auch schon mit den guten Nachrichten.
Prognose gekappt
Vor allem die Entwicklung beim Auftragseingang stimmt pessimistisch. Dieser schrumpfte im zweiten Quartal von 390 auf 310 Millionen Euro. Laut Deutz habe der Auftragseingang vor allem im Juli enttäuscht. Wegen der abgeschwächten Nachfrage hat Deutz die bisherige Jahresprognose gekappt. Besonders die anhaltende Verunsicherung in Europa und China seien dafür verantwortlich, dass die bislang kommunizierten Ziele aus nicht mehr erreichbar seien. Das vollständige Ergebnis des ersten Halbjahrs 2012 und ein aktualisierter Ausblick sollen am 9. August 2012 folgen.

Weiterhin kein Kauf
Bei den Anleger kommt die gekappte Jahresprognose erwartungsgemäß schlecht an. Zeitweise notierte die Aktie des MDAX-Konzerns im vorbörslichen über sieben Prozent im Minus. DER AKTIONÄR hat in der aktuellen Ausgabe auf die Probleme beim Kölner Motorenbauer hingewiesen. Auch nach den heutigen Verlusten ist Deutz kein Kauf. Warum und wie weit die Aktie noch weiter korrigieren dürfte, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von DER AKTIONÄR, die Sie hier bereits als ePaper erhalten. Dort finden Sie auch ein attraktives Zertifikat, um von fallenden Kursen zu profitieren.
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