Dominik Schertel
Der Motorenhersteller Deutz hat am Donnerstag starke Zahlen zum dritten Quartal präsentiert und den Ausblick bestätigt. Enttäuschend entwickelte sich hingegen der Auftragseingang. Die Aktie ging daraufhin auf Tauschstation. Und jetzt?
Im dritten Quartal 2011 erzielte Deutz einen Umsatz von 399,4 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 25,1 Millionen Euro. Unter dem Strich bleibt ein Konzernergebnis von 20,7 Millionen Euro, nach minus 13,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten 2011 summiert sich der Gewinn damit auf 54,6 Millionen Euro. Deutz-Vorstandsvorsitzender Dr. Helmut Leube zeigte sich mit der aktuellen Entwicklung zufrieden und bestätigte die Jahresziele für das laufende Geschäftsjahr.
Auftragseingang enttäuscht
Trotz dieser erfreulichen Kennzahlen reagierten Anleger am Donnerstag mit Verkäufen. Händler verwiesen auf die Zahlen zum Auftragseingang. Im dritten Quartal sind Bestellungen mit einem Volumen von 372,7 Millionen Euro eingegangen, einem Zuwachs von rund 14 Prozent. Analysten hatten sich mehr erhofft. Im ersten Halbjahr hatte der Auftragseingang noch um 21 Prozent zugelegt.
Absturz oder Erholung?
Anfang Oktober hat die Deutz-Aktie eine Erholungsbewegung gestartet und dabei die Abwärtstrendlinie und den Widerstand bei 4,82 Euro überwunden. Allerdings war die Rallye bereits beim März-Zwischentief bei 4,90 Euro beendet. Es folgten Kursabschläge, die sich nach Zahlen beschleunigten. Dabei rutschte das Papier kurzzeitig unter den alten Abwärtstrend zurück.

Auf die Watchlist
Die Analysten sind sich derzeit nicht eins, was Anleger mit den Papieren von Deutz anstellen sollen. Während das Bankhaus Lampe (Kursziel: 7,50 Euro) und die Commerzbank (6,40 Euro) die Aktie weiterhin zum Kauf empfehlen, raten die DZ Bank (4,00 Euro) und WestLB (4,20 Euro) zum Verkauf. Auch DER AKTIONÄR ist derzeit eher vorsichtig gestimmt. Anleger sollten den Wert weiter beobachten und eine charttechnische Beruhigung abwarten.