Markus Horntrich
Der Motorenhersteller Deutz wird in wenigen Tagen die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. Die Vorzeichen stehen gut, dass das Zahlenwerk erfreulich ausfallen wird. Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen in ihrem jüngsten Preview ihre Kaufempfehlung.
Deutz wird am 10. November den Bericht zum dritten Quartal vorlegen. Die Analysten vom Bankhaus Lampe gehen von einem sehr soliden Quartal aus, das die Prognose der Gesellschaft bestätigen sollte. Der Motorenhersteller hat für 2011 einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro und ein EBIT von rund 90 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Prognosen für das dritte Quartal:
|
Q3 2011e |
Q3 2010 |
| Motorabsatz |
59.000 |
41.781 |
| Umsatz in Mio. Euro |
396 |
286 |
| EBIT in Mio. Euro |
24,1 |
2,3 |
Quelle: Bankhaus Lampe
Rekord beim Auftragseingang
Aufgrund der Tatsache, dass der Auftragseingang im August auf einen neuen Monatsrekord erreichte, sollten die Zahlen auch entsprechend positiv ausfallen. Interessant dürfte sein, ob Deutz-Finanzchefin Dr. Haase an der Aussage festhält, dass man bisher noch keinerlei Auswirkungen einer konjunkturellen Abschwächung spüre.
Unabhängig davon sieht sich die Firma für den Fall einer Rezession viel besser aufgestellt als vor der letzten Krise: Durch Restrukturierungsmaßnahmen konnte der Break-even von rund 200.000 Motoren auf rund 125.000 Motoren gesenkt werden, sodass Deutz davon ausgeht, selbst im Falle einer Rezession noch profitabel sein zu können. Die Einschätzung des Unternehmens teilen die Analysten vom Bankhaus Lampe. Deutz habe in China den Turnaround geschafft, sodass dort jetzt positive Ergebnisse geliefert werden. Zudem könne Deutz mit der neuen Generation der Motoren über vier Liter für Traktoren ein bisher vernachlässigtes Marktsegment wieder bedienen. Das landwirtschaftliche Geschäft habe dabei den Vorteil, viel defensiver zu sein als das volatile Baumaschinengeschäft.

Kaufempfehlung bestätigt
Unabhängig davon haben die Analysten ihre Schätzungen für 2012 und die Folgejahre gesenkt, um den konjunkturellen Risiken und damit einer möglicherweise rückläufigen Nachfrage Rechnung zu tragen. Man geht von einem Rückgang beim Motorenabsatz von zehn Prozent aus, was die steigenden Preise für die neuen EURO-6-Motoren nach Einschätzung der Analysten nur bedingt kompensieren können. Dennoch hält das Bankhaus Lampe an seiner Kaufempfehlung fest, das Kursziel wurde jedoch auf 7,50 Euro gesenkt.