Deutsche Wohnen: Neues 4-Jahres-Hoch
Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen setzt auch heute seinen beeindruckenden Aufwärtstrend fort. Mittlerweile hat das Papier den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren erreicht. Schafft die Aktie auch noch den nächsten Meilenstein?
Die Immobilien-Aktien im MDAX stehen derzeit bei den Anlegern hoch im Kurs. Insbesondere die Aktie der Deutsche Wohnen AG konnte in den letzten Wochen - ungeachtet der Schuldenkrise - stetig neue Bewegungshochs erreichen. In der Zwischenzeit hat der Kurs die 14-Euro-Marke überschritten und damit ein neues 4-Jahres-Hoch markiert.
Luft wird dünner
Das bisherige resultiert vom Frühjahr 2008. Damals hatte der MDAX-Wert mit 13,96 Euro ein Zwischenhoch markiert. Sollte die Deutsche Wohnen auch am Freitag zum Handelsschluss über dieser Marke notieren, könnte es weiter nach oben gehen. Der nächste technische Widerstand liegt bei 18 Euro und damit vier Euro oder 28,5 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Allerdings sprechen mehrere Gründe für eine baldige Korrektur in der Aktie. Zum einen zeigen die technischen Indikatoren wie RSI oder MACD, dass der Titel einen überkauften Bereich erreicht hat. Zum anderen zählt die Immobilien-Aktie zu den seltenen, die über ihrem Substanzwert notieren.
Aufschlag statt Abschlag
Laut Analyst Kai Klose kommt die Deutsche Wohnen nach der Übernahme der Baubecon in diesem Jahr auf einen Nettoinventarwert von 11,23 Euro pro Aktie. Der sogenannte Net Asset Value (NAV) soll in den kommenden beiden Jahren zunächst auf 12,53 und dann auf 13,27 Euro steigen. Mit rund 14 Euro notiert die Deutsche Wohnen folglich rund ein Viertel über dem NAV für 2012.

Gefahr einer Überhitzung
Wohnimmobilien-Aktien dürften wegen des günstigen Marktumfelds - knapper Wohnraum, niedrige Zinsen, mangelnde Anlagealternativen für Versicherungen - weiterhin stark gefragt sein. Allerdings könnte bald eine Rotation anstehen, im Rahmen derer Anleger von Deutsche Wohnen in andere Werte umschichten, die noch unter ihrem NAV notieren. Neueinsteiger sollten deshalb einen Rücksetzer in den Bereich der alten Unterstützung bei 11,44 Euro abwarten.
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