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Deutsche Telekom: Verkauf der US-Tochter im neuen Jahr

Jochen Kauper

Der Verkaufsprozess der US-Tochter der Deutschen Telekom an AT&T stockt. Zumindest konnten sich beide Konzerne jetzt etwas Luft verschaffen. Bis zum 18. Januar 2012 werden alle gerichtlichen Schritte ruhen. Deshalb werden AT&T und die Deutsche Telekom zwischen Weihnachten und Neujahr an einem Happy End bezüglich ihres Deals arbeiten. Was bedeutet das für die Aktie der Telekom?

Viele Arbeitnehmer der Deutschen Telekom sowie der amerikanischen AT&T stellen sich die Weihnachtszeit sicherlich anders vor. Beide Konzerne wollen die Tage zwischen den Jahren nutzen, um die Pläne zum Verkauf der US-Tochter der Deutschen Telekom an AT&T vielleicht doch noch zu retten. Zumindest konnten beide Parteien jetzt etwas Zeit gewinnen, so dass der Deal vielleicht doch noch zustande kommt.

Richterin verschafft beiden Parteien Zeit

Richterin Ellen Segal Huvelle nahm den Vorschlag der beiden Unternehmen an, alle weiteren gerichtlichen Schritte bis zum 18. Januar 2012 auf Eis zu legen. "Wir prüfen, ob und wie wir unsere aktuelle Transaktion überarbeiten können, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten", erklärten die Unternehmen. Auf diese Weise wolle man Zeit für die Bewertung aller möglichen Optionen erhalten.

Retten was zu retten ist

Die Telekom und ihr US-Partner AT&T wollen versuchen zu retten, was noch zu retten ist. „Wir prüfen ob, und wie wir unsere aktuelle Transaktion überarbeiten können, um die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten", erklärten die beiden Konzerne am Montag. Zuletzt haben sich sowohl das US-Justizministerium als auch der Netzregulierer FCC gegen den 39 Milliarden Dollar schweren Verkauf von T-Mobile USA an AT&T ausgesprochen. Die beiden Regulierer fürchten, der Wettbewerb könnte in Zukunft darunter leiden. Börsianer befürchteten eine deutliche Veränderung der geplanten Transaktion. Nicht zuletzt auf Kosten der Deutschen Telekom.

Wettbewerbsbehörden stellen sich quer

Sowohl für die Deutsche Telekom als auch für AT&T steht viel auf dem Spiel. Telekom-Chef Rene Obermann könnte durch den Verkauf der Tochter mit einem Schlag das Sorgenkind in den USA los werden. AT&T dagegen würde dringend notwendige neue Frequenzen bekommen. Zudem würde AT&T mit der Übernahme zur Nummer eins in den USA aufsteigen. Dennoch: Experten bezweifeln, dass der Deal zwischen der Deutschen Telekom und AT&T zustande kommen wird. Zu groß ist der Druck der US-Wettbewerbshüter.

Dividendenrendite lockt

Für die Aktie der Deutschen Telekom spricht derzeit lediglich die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Aktuell beträgt die Rendite 7,3 Prozent. Diese sollte den Kurs weiterhin nach unten absichern. Investierte Anleger bleiben an Bord.

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