Deutsche Telekom: Bewegung im US-Markt
Anfang Oktober hatte die Deutsche Telekom die Fusion der US-Tochter mit dem US-Mobilfunkanbieter MetroPCS bekannt gegeben. Allerdings ist der Deal noch nicht fix. Mit dem japanischen Mobilfunkunternehmen Softbank steigt nun ein weiterer Mitspieler in den Übernahmepoker ein.
Um dem schwachen US-Geschäft zu begegnen, will sich die Deutsche Telekom mit dem US-Mobilfunkanbieter MetroPCS verstärken. Allerdings ist die Übernahme noch nicht in trockenen Tüchern. Nach Bekanntwerden der Fusion mehrten sich die Gerüchte, dass der Telekom-Konkurrent Sprint Nextel eine Gegenofferte plane. Nun wird Sprint Nextel selbst zum Übernahmeziel.
Japaner machen ernst
Das japanische Mobilfunkunternehmen Softbank plant mit dem Kauf von Sprint Nextel den Einstieg in den Mobilfunkmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft. Die Japaner würden dadurch auf einen Schlag auf dem gesamten US-Markt präsent sein. Zeitungsberichten zufolge will sich der drittgrößte Mobilfunkanbieter Japans damit aber nicht begnügen, sondern zusätzlich ein Angebot für MetroPCS abgeben. Sollten die Japaner ernst machen, muss sich die Deutsche Telekom auf ein teures Bietergefecht einstellen.

Konservativer Basiswert
Die Deutsche Telekom gehört nach diesen Neuigkeiten am Freitag zu den schwächsten Werten im Leitindex. Das kriselnde US-Geschäft und insbesondere das mögliche Wettbieten dürften den Verlauf der T-Aktie in den kommenden Tagen weiter bestimmen. Unabhängig davon bleibt der DAX-Wert wegen seiner anhaltend hohen Dividendenrendite eine konservative, langfristige Depotbeimischung.
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