Christoph Albers
Die konjunkturelle Erholung ist auch bei der Deutschen Post zu spüren. Der weltweit führende Post- und Logistikkonzern hat aufgrund der guten Quartalsentwicklung seine Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. Wachstumstreiber ist vor allem die Logistiksparte DHL. Die Aktie legt deutlich zu.
Die Deutsche Post AG hat im zweiten Quartal 2010 ihren Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,6 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro erhöht. Verantwortlich für die gute Entwicklung ist vor allem der Unternehmensbereich DHL. Dank der wieder anziehenden Konjunktur profitierte das Logistikgeschäft von einem deutlichen Anstieg des Transportaufkommens, positiven Währungseffekten sowie höheren Margen aus erfolgreichen Restrukturierungsprogrammen. Während der DHL Sektor in allen Bereichen zweistellige Wachstumsraten erzielte, blieb auch der Brief-Umsatz stabil. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) vor Einmaleffekten stieg um 95,7 Prozent auf 503 Millionen Euro. Trotz Sonderbelastungen von 250 Millionen Euro, insbesondere aus der Veräußerung des Expressgeschäfts in Frankreich, erwirtschaftete der Konzern ein Nettoergebnis 81 Millionen Euro. Ein Zuwachs von 22,7 Prozent.
Jahresprognosen angehoben
Aufgrund der insgesamt positiven Halbjahresentwicklung rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr statt dem bislang anvisierten operativen Ergebnis zwischen 1,6 und 1,9 Milliarden Euro, mit einem EBIT vor Einmaleffekten zwischen 1,9 und 2,1 Milliarden Euro. Das DHL-Geschäft soll nun rund 1,3 Milliarden Euro zum Ergebnis beitragen. Bisher lag die Prognose zwischen 1,0 und 1,1 Milliarden Euro. Die Aussichten beim Brief-Sektor bleiben unverändert. Hier werden Gewinne zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden Euro erwartet. Demnach wird der Unternehmensbereich DHL erstmalig mehr zum Gesamtergebnis beisteuern als die Briefsparte.

Neues Kaufsignal
Anleger die der gestrigen Empfehlung des AKTIONÄRs gefolgt sind, können sich bereits über erste Kursgewinne freuen. Mit dem Ausbruch aus dem Trendkanal wurde ein neues Kaufsignal generiert. Der nächste Widerstand bildet das Hoch vom Januar bei 14,68 Euro. Sollte auch diese Hürde genommen werden ist der Weg frei für weitere Kurssteigerungen. Die Aktie bleibt sowohl aus fundamentaler als auch charttechnischer Sicht ein Kauf. Ein Stopp bei 13,40 Euro sichert ab.