Andreas Deutsch
Das wird den Marktteilnehmern gewiss nicht gefallen: Die Deutsche Post hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz und Gewinn verbucht als 2008. Die Erwartungen der Analysten wurden leicht verfehlt. Trotzdem will der DAX-Konzern für das vergangene Geschäftsjahr eine Dividende von immerhin 0,60 Euro ausschütten.
Die Deutsche Post hat im vergangenen Jahr 46,2 Milliarden Euro erlöst. Das sind im Vergleich zu 2008 15,2 Prozent weniger. Der operative Gewinn (EBIT) vor Einmaleffekten sank um 26,8 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn für die Deutsche Post von 644 Millionen Euro. Damit schrieb der DAX-Konzern wieder schwarze Zahlen, nachdem 2008 wegen Kosten für die Sanierung des defizitären US-Expressgeschäfts ein Verlust von 1,7 Milliarden Euro angefallen war.
0,60 Euro für die Anleger
Grund für den Rückgang bei Umsatz und Gewinn sind weniger Brief- und Expresssendungen im Zuge der Wirtschaftskrise. Trotzdem will die Post die Dividende konstant halten und auch für 2009 0,60 Euro pro Aktie an die Anleger ausschütten.

Mehr Gewinn
Für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern verhalten optimistisch. Das EBIT vor Einmaleffekten soll auf 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro steigen. Der Konzerngewinn soll sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessern. "Auch wenn weiterhin Unwägbarkeiten über das Ausmaß der wirtschaftlichen Erholung und das politische sowie regulatorische Umfeld bestehen, blicken wir optimistisch in die Zukunft", so Post-Chef Frank Appel.
Nicht überzeugend
Die Aktie der Deutschen Post dürfte kurzfristig unter Druck geraten. Investierte Anleger sollten den Stoppkurs bei 12,50 Euro setzen.