Deutsche Post: S&P ist unerwünscht
Der Bonner Logistikriese Deutsche Post hat die Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Standard & Poor`s (S&P) mit sofortiger Wirkung beendet. Grund hierfür sind die zu hohen Preise, die die Bonitätsprüfer gefordert hatten.
Die Preispolitik der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) geht der Deutschen Post zu weit. Die Bonner beenden daher mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit den Bonitätsprüfern. Bereits im August hatten elf DAX-Konzerne die Gebührenerhöhungen von S&P heftig kritisiert. Demnach wären die neuen Preise auf eine Kostenverdopplung oder sogar noch mehr hinausgelaufen. Die Deutsche Post hat nun als erstes Unternehmen seine Konsequenzen gezogen. Von Fitch lässt der Logistiker indes weiterhin seine Bonität prüfen - das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Fitch bestätigt Rating
So hat der S&P-Konkurrent Fitch die Bonitätseinschätzung der Deutschen Post mit "BBB+" bestätigt. Der Ausblick für den Logistikriesen bleibt stabil. Fitch bescheinigt dem DAX-Konzern eine gute Aufstellung des Geschäfts, eine dominante Marktstellung im deutschen Brief- und Paketgeschäft sowie eine starke globale Position im Fracht- und Expressgeschäft. Darüber hinaus verfügt die Post nach dem Verkauf von Postbank-Aktien im ersten Halbjahr über eine bessere finanzielle Flexibilität. Trotz dieser positiven Aspekte bleibt das Rating bei BBB+, da der Logistiker aufgrund des bedeutenden Auslandsgeschäfts der Schwankungsanfälligkeit der weltweiten Märkte in hohem Maße ausgesetzt sei.

Immer noch zu günstig
DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für die Aktie der Deutschen Post fest: Der sehr gut aufgestellte Logistikriese verfügt über eine solide Bilanz und gute Perspektiven. Die Aktie ist mit einem 2013er-KGV von 11 und einer Dividendenrendite von fast fünf Prozent im Branchenvergleich sehr günstig bewertet. Zudem ist nun auch der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend geglückt. Der Stopp sollte bei 14,00 Euro belassen werden.
Mit Material von dpa-AFX
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