Die Aktie der Deutschen Bank zeigt sich wie auch die Titel anderer Finanzwerte im heutigen Handel in schwacher Verfassung. Einer der Gründe ist eine Abstufung durch ein renommiertes Analystenhaus.
In einem ohnehin schwachen Marktumfeld zählen die Bankaktien zu den größten Verlierern im DAX. Unter Druck geraten die Notierungen durch Berichte über negative Auswirkungen der neuen Eigenmittelanforderungen (Basel III). Indes hatte das Wall Street Journal bereits am Dienstag einen Artikel veröffentlicht, wonach im Rahmen der europäischen Banken-Stresstests die Ausfallrisiken bei Staatsschulden nur unzureichend berücksichtigt worden seien.
Analysten senken den Daumen
Im Rahmen einer Studie zu den europäischen Großbanken hat das Analystenhaus Bernstein auch die Deutsche Bank unter die Lupe genommen. Die Experten haben dabei das Kursziel für die Anteilscheine von Deutschlands Marktführer von 52 auf 49 Euro gesenkt.
Auch Morgan Stanley hat das Kursziel für die Titel Deutsche Bank von 58 auf 57 Euro gesenkt. Die Einstufung wurde auf Equal-weight belassen. Analyst Chris Manners wies darauf hin, dass im Vergleich mit dem Papier von Barclays die Aktie der Deutschen Bank mit einem Aufschlag von rund 20 Prozent gehandelt werde. Grund sei unter anderem die kurzfristig etwas schwächere Kapitalbildung bei Barclays. Dies wiederum liege an der höheren Kernkapitalquote von 10 Prozent bei Barclays verglichen mit 7,5 Prozent bei dem deutschen Kreditinstitut.
Aktie bleibt ein Kauf
Trotz der unruhigen Marktlage bleibt die Aktie der Deutschen Bank ein klarer Kauf. Angesichts der starken Marktstellung und der guten Aussichten verdient das DAX-Papier ein deutlich höheres KGV als derzeit nur 7. Das Kursziel lautet nach wie vor 62, 00 Euro, der Stopp sollte bei 42,00 Euro platziert werden.
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