Die Deutsche-Bank-Tochter Tochter Postbank kann zwar mit der operativen Geschäftsentwicklung zufrieden sein, rutschte wegen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen im dritten Quartal dennoch in die Verlustzone. Wie reagiert die Aktie der Deutschen Bank darauf?
Die Deutsche-Bank-Tochter Postbank hat in den ersten neun Monaten ihren operativen Gewinn um 20 Prozent auf 716 Millionen Euro steigern können. Wegen Abschreibungen griechischer Staatsanleihen auf nur noch 42 Prozent des Nennwertes wurde das Ergebnis mit 527 Millionen Euro belastet, weswegen der Reingewinn auf gerade einmal zwölf Millionen Euro zusammenschrumpfte. Für das dritte Quartal mussten die Bonner sogar einen Verlust von 132 Millionen Euro ausweisen. Die Kernkapitalquote konnte trotz des Fehlbetrags stabil bei 9,8 Prozent gehalten werden.
Fünf Millionen Girokonten
Postbank-Chef Stefan Jütte zeigte sich mit dem Geschäftsverkauf der vergangenen Monate zufrieden: „Wir konnten unsere führende Marktstellung im Privatkundengeschäft festigen und weiter ausbauen. Der Kurs Richtung Nachhaltigkeit und Qualität im Privatkundengeschäft stimmt. Das zeigt sich auch daran, dass wir im Oktober erstmals in unserer Unternehmensgeschichte die Marke von fünf Millionen privaten Girokonten übersprungen haben." Zur kompletten Unternehmensmeldung.
Wie reagiert die Mutter?
Die hohen Abschreibungen auf griechische Staatstitel dürften die Marktteilnehmer nicht überraschen. Daher sollte das Abrutschen der Tochter Postbank in die Verlustzone die Aktie der Deutschen Bank nicht sonderlich belasten, zumal es im operativen Geschäft der Bonner weiterhin relativ rund läuft. Der heutige Kursrückgang ist daher eher auf die schlechte Stimmung am Markt zurückzuführen. Die günstig bewertete Aktie der Deutschen Bank bleibt daher für mutige Anleger ein Kauf (Stopp bei 23,50 Euro).
Nach einem Minus von zwei Prozent am Donnerstag geht es mit der Aktie der Deutschen Bank am Freitag weiter abwärts. Vorbörslich notiert das Papier drei Prozent schwächer bei 27,70 Euro. Der Stoppkurs des AKTIONÄR wurde erreicht. Was sollen Anleger jetzt tun?...mehr
Nach den Turbulenzen in den vergangenen Wochen kann das Management der Deutschen Bank entspannt der Hauptversammlung am 31. Mai entgegenblicken. Der mit Abstand größte Aktionärsberater Institutional Shareholder Services (ISS) will den Aufsichtsrat entlasten, heißt es in einem Pressebericht. ...mehr
Die größte amerikanische Bank JPMorgan Chase hat seit Anfang April rund zwei Milliarden Dollar bei riskanten Finanzwetten verloren. Bankchef Jamie Dimon sagte am Donnerstag, dass die Verluste selbstverschuldet sind. Die Zockerei belastet am Freitag auch die deutschen Banken....mehr
Die Aktie der Deutschen Bank setzt am Dienstag ihren Abwärtstrend fort. Am Mittag notiert das Papier mit über einem Prozent im Minus und fällt auf 31,22 Euro. Ein Grund für die Verluste ist ein negativer Analystenkommentar. ...mehr
Der scheidende Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat im Gespräch mit dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen erneut erklärt, dass Europa neben dem Fiskalpakt auch einen Wachstumspakt braucht. Weitere Tender der EZB lehnt er hingegen ab. ...mehr