Deutsche Bank: Stellenabbau
Die Aktie der Deutschen Bank steht am Donnerstag wieder im Fokus der Anleger. Deutschlands größte Bank reagiert einem Pressebericht zufolge auf die schwachen Aussichten im Investmentbanking mit einem Stellenabbau.
Die beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen wollten in den nächsten Wochen gut 1.000 Stellen abbauen, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Finanzkreise. Seit Herbst hatte das Institut noch unter Vorgänger Josef Ackermann 500 Stellen in der lange als Gelddruckmaschine gerühmten Sparte gestrichen. Die Deutsche Bank wollte die Meldung zunächst nicht kommentieren.
Viele Banken streichen Stellen
Der weitere Stellenabbau ist laut Zeitung unabhängig von der neuen strategischen Ausrichtung der Bank, die Jain und Fitschen im September ankündigen wollen. Es handele es sich um eine "taktische Anpassung und nicht um einen Wechsel der Strategie", zitierte die Zeitung aus den Kreisen. Schon bei der Vorlage der Zahlen über das zweite Quartal am 31. Juli könnten die Stellenstreichungen veröffentlicht werden. Betroffen sollen überwiegend Jobs im Ausland sein, die Investmentbanking-Zentrale der Deutschen Bank ist London. Bis zu seinem Wechsel an die Spitze des Hauses leitete Jain diesen Bereich.
Mit dem Schritt würde sich die Deutsche Bank dem internationalen Trend anschließen. Weltweit streichen Großbanken zehntausende Stellen - vor allem im Investmentbanking. Seit der Finanzkrise sprudeln dort die Gewinne nicht mehr wie einst. Das hängt auch mit verschärften regulatorischen Anforderungen zusammen, aber auch mit den heftigen Schwankungen an den Kapitalmärkten und der ungelösten Eurokrise.

Aktie bleibt ein Kauf für Mutige
Nach den Kursgewinnen vom Mittwoch legt die Deutsche-Bank-Aktie auch am Donnerstagmorgen zu. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem langfristigen Kursziel von 40 Euro. Wegen der hohen Volatilität sollten allerdings nur spekulativ orientierte Anleger die Aktie kaufen und einen engen Stoppkurs bei 22 Euro setzen.
Mit Material von dpa-AFX.
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