Deutsche Bank: Notenbank-Fantasie ist zurück - Aktie schon bald bei 32 Euro?
Ben Bernanke die Hoffnungen auf ein Ergreifen der Fed neu befeuert. Auf dem Notenbank-Symposium am Freitag schloss Bernanke eine dritte Runde umfangreicher Anleihenkäufe nicht aus. Die Aktie der Deutschen Bank beendete die Woche mit einem satten Plus.
Die amerikanische Notenbank Fed könnte auf eine dritte Runde massiver Anleihekäufen zusteuern: Die Kosten unkonventioneller Maßnahmen sind laut Fed-Chef Ben Bernanke immer noch handhabbar. Das sagte der Vorsitzende der Federal Reserve am Freitag auf der renommierten Notenbank-Konferenz im amerikanischen Jackson Hole. Er ergänzte: Die Verwendung derartiger Instrumente sollte nicht ausgeschlossen werden. Dennoch vermied es Bernanke, sich auf konkrete Schritte festzulegen.
Börsen drehen auf
Die Rede Bernankes wurde mit Spannung erwartet, da er an gleicher Stelle vor zwei Jahren - wenn auch sehr vage - den Weg für zusätzliche Anleihekäufe durch die Fed (QE2) bereitet hatte. Die Finanzmärkte reagierten mit starken Ausschlägen auf die neuen Aussagen: Der US-Dollar gab zunächst zu vielen Währungen nach, festigte sich aber bald wieder. Amerikanische Staatsanleihen erhielten Zulauf. Die Börsen reagierten zunächst negativ, konnte die Verluste aber schnell eindämmen. Die Aktie der Deutschen Bank war stark gefragt und beendete die Woche mit einem Plus von 4,8 Prozent auf 28,28 Euro.
Rajoy: 2018 Fiskalunion
Um der Krise in der Eurozone Herr zu werden, fordert Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy schnelle gemeinsame Schritte der Partner. Er hält die Ausgabe gemeinsamer Staatsanleihen - sogenannte Eurobonds bis 2016 für möglich. Die Bundesregierung sperrt sich bisher gegen jede Art des gemeinsamen Schuldenmachens.
Der Spanier, dessen Regierung mit einem schwer angeschlagenen Bankensektor und hoch verschuldeten Regionen kämpfen muss, macht sich in einem Interview mit der Bild am Sonntag dafür stark, bis spätestens Ende 2018 eine europäische Fiskalunion zu schaffen. Die Idee dieser Fiskalunion ist, die Eurostaaten auf eine sparsame Haushaltspolitik und einen dauerhaften Abbau der Schuldenberg zu verpflichten.

Wette auf Ende der Krise
Eine lockere Geldpolitik der Notenbanken könnte die Aktienkurse kräftig antreiben. Vor allem Finanzaktien, monatelang krasse Underperformer, hätten in diesem Fall überdurchschnittliches Potenzial. Das mittelfristige Kursziel des AKTIONÄR für die Deutsche Bank - 32 Euro - könnte dann schneller erreicht werden. Spekulativ orientierte Anleger nutzen Kursschwächen wie am Montagmorgen zum Einstieg und setzen den Stoppkurs bei 23 Euro.
Mit Material von dpa-AFX
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