Deutsche Bank: Hoffen auf die EZB - startet die Aktie dann durch?
Nach einem schwachen Dienstag steht die Aktie der Deutschen Bank auch am Mittwochmorgen unter Druck. Viele Anleger warten ab, welche Maßnahmen die EZB am Donnerstag ankündigt. Sollten sie zur Zufriedenheit des Marktes ausfallen, könnte es eine Rallye geben.
Ein entscheidender Punkt ist: Was sagt die EZB zu Anleihenkäufen, die der Markt sehnsüchtig erwartet? Einige Volkswirte erwarten eine so genannte Zinsobergrenze. Übersteigt die Rendite der italienischen oder spanischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von bis zu zwei oder drei Jahren ein vorher festgelegtes Niveau, würde die EZB die Anleihen der Krisenländer kaufen. Eine andere Möglichkeit wäre, sich an Zinskorridoren zu orientieren. Falls der Korridor überschritten wird, würde die EZB in Form von Käufen eingreifen. Auch begrenzte Anleihenkäufe der Notenbank über einen bestimmten Zeitraum oder zu einer bestimmten Summe sind möglich.
Fitschen erwartet Banken-Sterben
Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen stimmt die Bankenbranche unterdessen auf schwere Zeiten ein. "Die Zukunft des Bankensektors kann sich nicht darauf berufen, von dramatischen Wachstumsmöglichkeiten auszugehen", sagte Fitschen am Dienstag auf der Handelsblatt-Tagung in Frankfurt. "Wir sind gut beraten, wenn wir uns für die kommenden Jahre auf anhaltende Volatilität einstellen." Es dürfe keinen Aufschrei geben, wenn einige Institute aus dem Markt verschwänden.

Chance für Mutige
DER AKTIONÄR hält bei der Deutschen Bank mittelfristig Kurse um 32 Euro für möglich. Langfristig hat die Aktie Potenzial bis 40 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 23 Euro gesetzt werden.
Mit Material von dpa-AFX
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