Deutsche Bank: Neuer mächtiger Gegenspieler - Aktie im Fokus
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will ihren Einfluss in der Deutschen Bank deutlich steigern, berichtet die Financial Times Deutschland. Die Gewerkschaft will angeblich sechs Sitze im Aufsichtsrat. Die Anleger dürften sich am Freitag auch wegen anderer Meldungen für die Deutsche Bank interessieren.
Wie die Financial Times Deutschland schreibt, will Verdi seinen Einfluss im Konzern bis spätestens zu den Aufsichtsratswahlen 2013 vergrößern. Dann will die Gewerkschaft sechs der insgesamt zehn Arbeitnehmersitze im Topgremium des DAX-Konzerns besetzen. Bisher hat sie vier Sitze inne. Auch Gewerkschaftschef Frank Bsirske selbst drängt nach FTD-Informationen in den Aufsichtsrat.
Probleme für Fitschen und Jain
Für Fitschen und Jain könnte es durch Verdis Machtzuwachs schwieriger werden, den Konzern nach ihren Vorstellungen umzubauen, so das Blatt weiter. Vor allem den Abbau von Arbeitsplätzen dürfte Verdi nicht einfach hinnehmen.
Gewinneinbruch in Spanien
Darüber hinaus gerät das Spanien-Geschäft der Deutschen Bank unter Druck. Bei der spanischen Tochter der Deutschen Bank ist der Gewinn im ersten Halbjahr um rund 83 Prozent auf nur noch 4,5 Millionen Euro eingebrochen. Der Anteil der faulen Kredite liegt laut dem Unternehmen bei 4,8 Prozent.
Wette für risikobewusste Anleger
DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung: Die Aktie der Deutschen Bank ist eine Wette auf einen positiven Ausgang der Euro- und Schuldenkrise. Sofern sich die Anzeichen für eine Wende zum Guten mehren, sind schnell höhere Kurse drin. Das mittelfristige Kursziel des AKTIONÄR lautet 32 Euro, das langfristige 40 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 23 Euro gesetzt werden.
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