Deutsche Bank: Aktie ganz schwach
Wegen Berichten über Ermittlungen in den USA ist die Aktie der Deutschen Bank am Montag ans DAX-Ende gerutscht. Nach der britischen Standard Chartered muss nun eventuell auch der deutsche Branchenprimus in den USA mit Konsequenzen wegen seiner Iran-Geschäfte rechnen.
Die Aktie der Deutschen Bank gerät nach den Berichten erheblich unter Druck, verliert am Montagvormittag 1,9 Prozent auf 26,22 Euro. Indes legt der DAX um 0,1 Prozent zu. Börsianer sehen die Stimmung für die Aktie der Deutschen Bank deutlich belastet, auch weil zuvor das Standard-Chartered-Papier nach dem Bekanntwerden solcher Vorwürfe massiv unter Druck gekommen war. Das mache Anleger nervös.
Aktie "neutral"
Mehrere US-Behörden ermitteln nach Informationen der Zeitung gegen die Frankfurter und andere internationale Kreditinstitute. Allerdings tauchten diese Vorwürfe von Zeit zu Zeit immer wieder auf, schränkte ein Börsianer ein. Indes berichte der "Platow Brief", dass die Deutsche Bank ihre Tochter BHF Bank bald an RHJ International verkaufen könnte. Diesen Artikel stufte der Börsianer aber "neutral" ein.
Analyst Christian Muschick von Silvia Quandt Research ließ seine Anlageempfehlung nach den Berichten auf "Neutral" mit dem Ziel 28 Euro. Die Untersuchungen seien in einer sehr frühen Phase und es gebe für die Jahre nach 2008 keine Anzeichen für ein Fehlverhalten. Dennoch könnte die Untersuchung zu einem weiteren Vergleich in Millionenhöhe führen, um das Problem möglicher Fehler vor 2008 vom Tisch zu bekommen, so Muschick.

Nur für Mutige
Trotz der aktuell günstigen Bewertung eignet sich die Deutsche Bank ausschließlich für mutige Anleger. Die Position sollte mit einem Stopp bei 22 Euro abgesichert werden.
Mit Material von dpa-AFX
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