Deutsche-Bank-Aktie: Konsolidierung geht weiter
Nachdem die Aktie der Deutschen Bank mit einem leichten Plus aus dem Donnerstaghandel gegangen ist, gibt es am Freitag zum Start wieder ein rotes Vorzeichen. Eine Kurszielerhöhung kann dem Aktienkurs offenbar nur kurzfristige Impulse geben.
Seit Wochen pendelt das Deutsche-Bank-Papier in der Seitwärts-Range zwischen 30,60 Euro und 34 Euro. Zuvor war die Aktie allerdings innerhalb weniger Wochen von 22,50 auf 34 Euro gestiegen. Die derzeitige Konsolidierung ist deswegen nachvollziehbar und gesund. Nachdem die Notenbanken in der Eurokrise weiterhin alles dafür tun, dass die Märkte mit viel billigem Geld versorgt werden, warten die Anleger nun offenbar auf bedeutende Maßnahmen seitens der Politik im Kampf gegen die Krise. Wie das Handelsblatt berichtet, spitzt sich die Lage in Griechenland zu. Das Land hat noch Geld bis November und die Regierung drängt auf die Auszahlung der nächsten Hilfszahlung der internationalen Partner.
Kursziel erhöht
Trotz der Unsicherheiten, wie es mit dem Euro weitergeht, hat sich Morgan Stanley am Donnerstag positiv zur Deutschen Bank geäußert. Analyst Hubert Lam hat das Kursziel für die Aktien der Deutschen Bank von 37 auf 38 Euro angehoben und die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Der Kostenfokus des Bankhauses sei gut und das Investmentbanking dürfte anziehen, allerdings seien die Aktien des Wettbewerbers Barclays attraktiver bewertet.
Wie Lam weiter schreibt, müsse die Deutsche Bank ihre Bilanz weiter bereinigen und könnte am stärksten unter den EU-Bestrebungen leiden, das traditionelle Bankgeschäft vom Investmentbanking abzuschirmen. Sollte der Finanzkonzern allerdings die für 2015 gesteckten Ziele erreichen, könnten seine Gewinnerwartungen je Aktie um zehn bis 15 Prozent steigen.

Chance für Mutige
DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung für die Deutsche Bank und nennt ein Kursziel von 40 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.
Mit Material von dpa-AFX
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