Deutsche Bank: Kapitalbedarf? Aktie unter Druck
Die Aktie der Deutschen Bank ist am Mittwochmittag mit minus 2,1 Prozent an das DAX-Ende gerutscht. Nach den massiven Maßnahmen der Credit Suisse zur Stärkung ihrer Kapitalausstattung befürchten die Anleger ähnliche Schritte beim deutschen Marktführer.
Credit Suisse gab am Mittwoch bekannt, ihr hartes Kernkapital um 15,3 Milliarden Franken zu stärken. Neben dem Austausch nachrangiger Schuldscheine und dem Verkauf von Randgeschäften und Immobilien soll eine Wandelanleihe 3,8 Milliarden Franken einbringen. "Mit diesen Maßnahmen beseitigen wir jeden Zweifel bezüglich unserer starken Kapitalausstattung", sagte Vorstandschef Brady Dougan. Er verschärfte zudem das laufende Sparprogramm. Es soll nun bis Ende 2013 die Kosten um drei Milliarden Franken drücken, bislang waren zwei Milliarden angepeilt.
Andere Situation bei der Deutschen Bank?
Erst Ende Juni hatten die neuen Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen Sorgen über Kapitalmaßnahmen bei der Deutschen Bank die Zusicherung entgegen gehalten, dass man sehr zuversichtlich sei, die Anforderungen vor allem aus Basel III aus eigener Kraft zu erfüllen.

Nur für Mutige
Der volatile Kursverlauf der Deutschen Bank am Mittwoch zeigt einmal mehr, dass ein Investment nur spekulativ orientierte Anleger eingehen sollten. Diese setzen den Stoppkurs bei 22 Euro. Das langfristige Kursziel des AKTIONÄR lautet nach wie vor 40 Euro.
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