Deutsche Bank: Draghi treibt die Aktie an
Nach positiven Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi zum Euro hat der DAX kräftig zugelegt. Stark gefragt ist die Aktie der Deutschen Bank, obwohl es einen skeptischen Analystenkommentar gibt.
Draghi signalisierte weitere Unterstützung für die Krisenstaaten der Eurozone. "Die EZB wird alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten", sagte er. Im Rahmen des geldpolitischen Mandats sei die Notenbank bereit, alles Nötige zu tun. "Und glauben Sie mir - es wird ausreichen." Zudem sagte Draghi, der Transmissionskanal für die Wirkung der Geldpolitik sei durch das hohe Zinsniveau bei den Staatsanleihen der Krisenländer gestört. Das ist eine Formulierung, mit der die EZB bereits früher Eingriffe am Anleihemarkt begründet hatte.
Drei Euro weniger
Am Vormittag hatte eine Kurszielsenkung von Morgan Stanley auf die Stimmung von Deutsche-Bank-Aktionären gedrückt. Experte Huw Van Steenis sieht das neue Kursziel bei 38 Euro nach 41 Euro. Die Einstufung lautet weiterhin "Equal-weight". Das schwache zweite Quartal des Kreditinstituts befeuere die Diskussionen um seine Ertragskraft, die Notwendigkeit von Umstrukturierungen und seine Fähigkeit, Kapital aus eigener Kraft zu erwirtschaften. Van Steenis senkte auch seine Gewinnprognosen für die Jahre 2012 und 2013.

Stoppkurs beachten
Draghis Worten müssen Taten folgen, nur so kehrt das Vertrauen in den Euro zurück und nur so kann der Markt nachhaltig beruhigt werden. Spekulativ orientierte Anleger, die Deutsche Bank im Depot haben, beachten den Stoppkurs bei 22 Euro.
Mit Material von dpa-AFX.
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