Deutsche Bank: Aktie zieht weiter an - Hoffen auf EZB und FED
Ausgebombte Werte wie Finanztitel sind derzeit angesagt bei den Anlegern. Die Aktie der Deutschen Bank gehört am Donnerstag zu den stärksten Titeln im DAX. Die Börsianer spekulieren auf einen großen Wurf der Notenbanken.
Wie die Welt berichtet, wird innerhalb der EZB eine neue Variante zur Eindämmung der Krise diskutiert. Die EZB könnte festlegen, welche Zinsen oder welchen Risikoaufschlag sie für die Anleihen eines Krisenlandes maximal akzeptieren würde - ohne dieses Ziel jedoch öffentlich bekanntzugeben. Etliche Notenbanker würden dieses Vorgehen einer zuletzt diskutierten offiziellen Obergrenze vorziehen, berichteten mehrere mit den Diskussionen vertraute Personen der Zeitung.
Große Bedeutung
Die Frage, ob die EZB sich zu möglichen Zinsschwellen auch öffentlich bekennt oder nicht, ist nach Einschätzung von Experten von großer Bedeutung. Wenn eine von der Notenbank verteidigte Obergrenze auch offiziell bekanntgegeben würde, wüssten Spekulanten von Vornherein, ab wann sie sich die Finger verbrennen. Da die EZB als Herrscher über die Geldmenge theoretisch unendlich tiefe Taschen hat, lohnt es sich nicht, gegen sie zu wetten. Die öffentliche Ankündigung, ein Kursziel zu setzen, hat deshalb hohe Abschreckungskraft.

"Unnötig teuer"
"Eine explizite Zinsschwelle wäre ein großer Vorteil", sagt Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank. Ohne eine klare Ansage würden die Finanzmärkte testen, wo die Grenze der EZB liegt, so dass diese zu wesentlich größeren Eingriffen gezwungen werden dürfte. Damit würden die Anleihekäufe unnötig teuer. Zudem könne sich der Markt auf inoffizielle Schwellen nicht verlassen. Selbst wenn die Notenbank regelmäßig ab bestimmten Niveaus intervenieren würde, bleibe unklar, ob diese Marken auch künftig Fortbestand haben.
Wette für Mutige
Die Aktie der Deutschen Bank bleibt eine Wette auf eine baldige Lösung der Euro- und Schuldenkrise. Mittelfristig sind Kurse von 32 Euro durchaus möglich. Langfristig hat die Aktie Potenzial bis 40 Euro. Stoppkurs bei 22 Euro setzen!
Mit Material von dpa-AFX
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Die Deutsche Bank hat den unangenehmen Rechtsstreit über die Verwahrlosung von Wohnhäusern in Los Angeles beigelegt. Die Aktie des DAX-Konzerns gerät derweil unter Druck....mehr |
Den Termin haben sich die Börsianer in ihrem Terminkalender rot markiert: Am Mittwochabend kommen die US-Notenbanker zu ihrer turnusmäßigen Sitzung zusammen. Deutet sich ein Ende der lockeren Geldpolitik an?...mehr |
Ihr aktuelles Jahresendziel für den DAX von 8.000 Punkten könnte den Experten der Deutschen Bank zufolge zu niedrig sein. Voraussetzung sei, dass die in den vergangenen beiden Wochen hohen Geldzuflüsse in deutsche Aktienfonds andauern....mehr |
Drastische Aussagen eines führenden Mitglieds der US-Bankenregulierungs-Behörde haben Aktionären der Deutschen Bank die Stimmung vermiest. Der Amerikaner sieht die Deutsche Bank als "grässlich unterkapitalisiert" an....mehr |
Thomas Hoenig, ein führendes Mitglied der US-Bankenregulierungs-Behörde, hat ein hartes Urteil über Deutschlands Marktführer gefällt. Die Aktie des DAX-Konzerns kann im frühen Montagshandel dennoch leicht zulegen....mehr |























