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Deutsche Bank, Commerzbank und Co: JPMorgan-Zockerei belastet

Andreas Deutsch

Die größte amerikanische Bank JPMorgan Chase hat seit Anfang April rund zwei Milliarden Dollar bei riskanten Finanzwetten verloren. Bankchef Jamie Dimon sagte am Donnerstag, dass die Verluste selbstverschuldet sind. Die Zockerei belastet am Freitag auch die deutschen Banken.

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Dimon sprach von ungeheuerlichen Fehlern, Schlampereien und falschen Entscheidungen. Derzeit untersucht die Bank, wie es genau dazu kommen konnte. "Das ist nicht die Art, wie wir unser Geschäft betreiben wollen", sagte Dimon. Laut dem Manager kann es noch schlimmer kommen, da die Finanzwetten weiter laufen. JPMorgan Chase wolle nicht überhastet aus den Geschäften aussteigen und damit noch größere Verluste riskieren. Die verantwortliche Sparte wird im laufenden Quartal wohl einen Verlust von 800 Millionen Dollar verbuchen.

Auch die Deutschen im Minus

Die Aktien von JPMorgan gaben nach der Meldung um fast sieben Prozent nach. Auch die Titel anderer Banken wie Citigroup und Bank of America rutschten ab. Commerzbank und Deutsche Bank notieren vorbörslich knapp ein Prozent im Minus.

Schlechte Stimmung, günstige Bewertung

Das Sentiment für Bank-Aktien wird durch die Zockereien von JPMorgan und dem daraus resultierenden Verlust weiter belastet. Auf der anderen Seite sind die Aktien von Commerzbank und Deutscher Bank extrem günstig bewertet. Wer einen langen Atem hat und kurzfristige Schwankungen in Kauf nehmen will, nutzt die niedrige Bewertung und greift zu.

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