Deutsche Bank, Commerzbank und Co: Noch viel zu tun
Die neun größten deutschen Banken haben offenbar noch einen weiten Weg vor sich, bis sie die neuen Eigenkapital- und Liquiditäts-Vorschriften erfüllen. Unterdessen soll der nächste Banken-Stresstest erst in einem Jahr erfolgen.
Laut Erich Loeper, Leiter der Bankenaufsicht bei der Bundesbank, fehlten Deutschlands führenden Banken Mitte des vergangenen Jahres noch fast 50 Milliarden Euro an hartem Kernkapital, um die nach dem Basel-III-Standard geforderten Quoten zu erreichen. Rund 25 Prozent von den 50 Milliarden Euro dürften die neun Banken bis Ende Juni aufgebracht haben. "Für alle Banken wird Basel III stemmbar", sagte Raimund Röseler, der oberste Bankenaufseher der BaFin, am Dienstag in Frankfurt. "Aber für einige wird es anstrengend."
Neuer Stresstest
Der nächste Stresstest für die europäischen Banken ist unterdessen erst für das zweite Halbjahr 2013 geplant. Dabei sollen weniger Institute einbezogen werden als die 91 beim vergangenen Stresstest. Außerdem sollen die Banken, die getestet werden, dann frühzeitig in die Konzeption eingebunden werden.
Nur für Trader
Bank-Aktien zählen derzeit zu den volatilsten Titeln am Aktienmarkt. Die Gründe dafür sind die nach wie vor die ungelösten Probleme in den südeuropäischen Schuldenstaaten. Solange die Politik keine wirklich bemerkenswerten Erfolge im Kampf gegen die Krise erzielt, dürfte sich das Momentum bei Deutscher Bank, Commerzbank und Co nicht spürbar verbessern. Derzeit eignen sich Commerzbank und Deutsche Bank nur für Trader, die ihre Positionen mit einem relativ engen Stopp absichern.
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