Deutsche Bank und Commerzbank: Aktien unter Druck
Obwohl die US-Banken JPMorgan und Goldman Sachs sehr ordentliche Quartalszahlen gemeldet haben, stehen deutsche Banken am Mittwoch auf der Verkaufsliste der Anleger. Für mutige Anleger eine gute Einstiegschance.
Hohe Gewinne bei Beteiligungen, eine Erholung im Investmentbanking und strikte Kostenkontrolle: Nach einem mageren Jahr 2011 hat die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs im vergangenen Jahr wieder prächtig - vom Rekordgewinn aus dem Jahr 2009 ist die Bank allerdings noch ein gutes Stück entfernt. 2012 stieg der Überschuss um 191 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Dies gab Goldman Sachs am Mittwoch bekannt. Die Erträge legten um 19 Prozent auf 34 Milliarden Dollar zu.
JPMorgan: Markt hatte noch mehr erwartet
Die größte US-Bank JPMorgan hat im vergangenen Jahr ungeachtet eines Spekulationsdesasters einer Londoner Abteilung und Milliardenstrafen für die Sünden der Vergangenheit so viel verdient wie noch nie. Der Überschuss stieg um zwölf Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar. Dies war der dritte Rekordgewinn in Folge. Größter Gewinntreiber war eine deutliche Erholung des US-Immobilienmarkts. Die Vorsorge für Kreditausfälle konnte so um 55 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar gedrückt werden.
Die Erträge lagen unverändert bei rund 100 Milliarden Dollar. Damit schnitt die Bank besser ab als Experten erwartet hatten. Am Aktienmarkt wurden die Zahlen dennoch mit Ernüchterung aufgenommen. Das Papier gab vorbörslich nach. Wie so oft bei Zahlen von US-Instituten hatten Händler mit einem noch besseren Ergebnis gerechnet.

Chancen für Mutige
Die Aktie der Deutschen Bank zählt zu den Banken-Favoriten des AKTIONÄR für 2013. Das Papier ist im Vergleich zum Sektor günstig bewertet und hat jede Menge Nachholpotenzial. Das Kursziel lautet 50 Euro, der Stopp bietet sich bei 29,50 Euro an. Das Kursziel für die Commerzbank-Aktie lautet 2,20 Euro. Hier sollte der Stopp bei 1,20 Euro gesetzt werden.
Mit Material von dpa-AFX
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