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Deutsche Bank: Blick nach Spanien - Aktie gefragt

Andreas Deutsch

Nach den Stresstestergebnissen für Spaniens Banken und dem gefährdeten Defizitziel des Landes stehen Bankentitel wie Deutsche Bank und Commerzbank am Montag im Blick. Der Start fällt schon mal vielversprechend aus: Die Deutsche-Bank-Aktie notiert ein Prozent im Plus.

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Laut einem Börsianer erwartet der Markt mit Spannung auf die Entscheidung über die Kreditwürdigkeit Spaniens durch Moody's. Die für Freitagabend befürchtete Herabstufung auf "Ramsch-Niveau" war zunächst ausgeblieben. Belasten dürfte derweil, dass Spanien trotz der drastischen Sparpolitik der Madrider Regierung Gefahr läuft, das Defizitziel in diesem Jahr erneut zu verfehlen. Statt eines Abbaus des Schuldenbergs werden die Verbindlichkeiten in diesem Jahr auf 85,3 und 2013 nach dem Haushaltsentwurf der Regierung sogar auf 90,5 Prozent steigen.

Spanische Banken brauchen 59 Milliarden

Die maroden spanischen Banken benötigen zu ihrer Sanierung zusätzliche Kapitalspritzen in Höhe von bis zu 59,3 Milliarden Euro. Dies ergab am Freitag ein Stresstest, den die Management-Beratung Oliver Wyman im Auftrag der Madrider Regierung und der Zentralbank unternommen hatte. Das Ergebnis unterscheidet sich nicht wesentlich von einer ersten Schätzung im Juni.

Die benötigten Mittel sollen, sofern die angeschlagenen Geldhäuser sie nicht selbst aufbringen können, mit staatlichen Hilfen finanziert werden. Die Euro-Länder hatten Spanien bereits Kredithilfen von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt, diese aber an eine Reihe von Bedingungen geknüpft.

Chance für risikobereite Anleger

Die Entwicklung der Aktienkurse bei den Banken hängt nach wie vor extrem davon ab, wie es sich um die Situation in der Eurokrise verhält. Anleger müssen sich also weiterhin auf eine hohe Volatilität einstellen. Wer mutig ist, greift bei der Deutschen Bank zu. DER AKTIONÄR sieht Potenzial für den Titel bis 40 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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