Deutsche Bank: Die Reaktion der Analysten
Die Aktie der Deutschen Bank steht am Donnerstag im Fokus von Anlegern und Analysten. Grund sind die Zahlen für das erste Quartal, die das Unternehmen am Morgen vorgelegt hat. Da sich der Markt mehr von der Bilanz versprochen hatte, rutscht die Aktie ab. Wie bewerten die Analysten die Zahlen?
Dirk Becker von Kepler hat seine Kaufempfehlung für die Aktie nach den Zahlen bestätigt. Das Kursziel sieht der Experte nach wie vor bei 44 Euro. Der Vorsteuergewinn aus dem ersten Quartal habe seine sowie die Marktschätzungen deutlich verfehlt. Dies gehe aber größtenteils auf Vergleichszahlungen und den verlustreichen Verkauf des Generikaherstellers Actavis zurück, heißt es in der Studie. Am meisten positiv überrascht habe Becker der weitere Kapitalaufbau. Das Ergebnis im Investmentbanking sei mit einer Rendite von 26 Prozent fast schon sensationell zu nennen, schreibt Becker.
Nur Halte-Position
Skeptischer reagierten die Analysten der WGZ Bank. Mit einem Vorsteuergewinn von 1,9 Milliarden Euro habe die Deutsche Bank sowohl die Erwartungen des Marktes als auch die Erwartungen der WGZ Bank verfehlt. Allerdings liege die Tier-1-Kernkapitalquote mit zehn Prozent auf einem guten Niveau. Die WGZ Bank empfiehlt, die Deutsche-Bank-Aktie zu halten. Das Kursziel sehen die Experten bei 37 Euro.

Aktie ein Kauf
Trotz der teilweise dürftigen Quartalszahlen bleibt DER AKTIONÄR bei seiner Kaufempfehlung für die sehr günstig bewertete Aktie. Allerdings sollten die Anleger noch eine Kursberuhigung abwarten. Unter anderem die positive Entwicklung im wichtigen Investmentbanking macht Hoffnung. Der Stoppkurs sollte bei 29,50 Euro gesetzt werden.
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