Deutsche Bank: Klippe umschifft - Aktie gibt mächtig Gas
Nachdem feststeht, dass die USA von horrenden Sparmaßnahmen verschont bleiben, greifen die Anleger beherzt bei Aktien zu. Besonders gefragt sind am ersten Handelstag des Jahres Bankentitel.
Die Aktie der Deutschen Bank steigt am Nachmittag um 4,3 Prozent auf 34,34 Euro. Die Commerzbank-Aktie klettert um 5,2 Prozent auf 1,51 Euro. Der Grund ist die Umschiffung des "fiscal cliff" in den USA. Mit der Einigung im Haushaltsstreit werden massive Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang in letzter Minute abgewendet. Experten hatten einen Rückfall der Vereinigten Staaten in eine Rezession befürchtet - mit negativen Folgen für die konjunktursensiblen Finanzwerte.
Analyst rät zum Kauf
Zudem beließ die Frankfurter Investmentbank Equinet die Aktie der Deutschen Bank nach einem Interview von Co-Chef Jürgen Fitschen auf „Kaufen" mit einem Kursziel von 40 Euro. Fitschen habe frühere Aussagen zur Kapitalposition des Geldhauses bestätigt und sonst wenig Neues gesagt, schrieb Analyst Philipp Häßler. Er rechne nicht mit einer Kapitalerhöhung der Bank, die weiterhin attraktiv bewertet sei und im Investmentbanking weitere Marktanteile gewinnen sollte. Das größte Risiko für die Deutsche Bank seien die derzeit laufenden Rechtsstreitigkeiten und juristisch relevanten Untersuchungen.
Händler räumten den Aussagen von Fitschen keine größere Auswirkungen auf den Kurs der Deutsche Bank-Aktie ein. Gleiches gelte für einen Bericht der Financial Times über Fehler bei der Risikobewertung für komplexe Finanzderivate und damit verbundene mögliche Verluste. US-Regulierungsbehörden prüften bereits entsprechende Vorwürfe von ehemaligen Mitarbeitern der Deutschen Bank.

Mutige nutzen die Chance
Die Aktie der Deutschen Bank hat sich 2012 schlechter entwickelt als der DAX und nun jede Menge Nachholpotenzial. Kurse um 50 Euro sind langfristig möglich. Spekulativ orientierte Anleger steigen ein und setzen den Stoppkurs bei 29,50 Euro.
Mit Material von dpa-AFX
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