Deutsche Bank: Aktie besser als der DAX
Deutsche Bankenwerte haben sich am Montag nach Stresstestergebnissen für Spaniens Banken fest präsentiert. Die Finanzlücke der spanischen Geldhäuser wurde auf insgesamt 59,3 Milliarden Euro beziffert. Das liegt im Rahmen der Erwartungen.
Die Aktie der Deutschen Bank kletterte zuletzt um 1,6 Prozent auf 31,28 Euro und zählt damit zu den Favoriten im DAX, der zeitgleich 1,13 Prozent gewann. Der Titel der Commerzbank legt um 1,4 Prozent auf 1,41 Euro zu. Die im MDAX notierten Papiere der Aareal Bank rückten um 1,6 Prozent und damit deutlicher als der Index mittelgroßer Werte vor, der um 1,2 Prozent kletterte. Um den spanischen Bankensektor aufzupäppeln, hatten die EU-Finanzminister im Juni bereits Hilfszahlungen von bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt.
Geld für Griechenland - auf jeden Fall
Analyst Stefan Bongardt von Independent Research verwies darauf, dass die Deutsche Bank und die Commerzbank beide noch relativ stark in Spanien engagiert seien. Angesichts der Stresstest-Resultate sei das Risiko für beide Geldhäuser sowie auf dem Interbankenmarkt gesunken.
Daneben dürften auch Medienberichte über weiteren Zahlungen an Griechenland positiv gewirkt haben, hieß es von Händlern. Demzufolge soll der griechische Staat die nächsten Hilfsgelder selbst bei Verstößen gegen die Sparauflagen erhalten. Hintergrund sei die Angst vor den Folgen einer Staatspleite Griechenlands mit anschließendem Euro-Austritt. "Die Angst vor einem Dominoeffekt ist zu groß", zitierte die Wirtschaftswoche einen EU-Diplomaten.

Es bleibt beim Kauf
DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung zur Deutschen Bank: Der Titel eignet sich weiterhin als Spekulation für mutige Anleger. Das Kursziel auf Jahressicht lautet 40 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.
Mit Material von dpa-AFX
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