Deutsche Bank: Negative Studie - Aktie im Fokus
Die Ratingagentur Moody's beurteilt die Lage der deutschen Banken weiter skeptisch. Der Ausblick für das deutsche Bankensystem bleibe negativ, teilten die Bonitätsprüfer in ihrer neuesten Studie mit. Wie reagiert die Deutsche-Bank-Aktie?
Die ohnehin schon schwachen Erträge dürften angesichts des harten Wettbewerbs und der niedrigen Zinsen in den nächsten zwölf bis 18 Monaten weiter schrumpfen, heißt es in der Studie der Ratingagentur weiter. Hinzu komme die sich eintrübende Konjunktur. Das lasse die Gefahr von Kreditausfällen steigen. Verluste könnten viele Banken nur eingeschränkt wegstecken.
Darlehen nicht mehr so sicher
Die Banken konzentrierten sich wieder verstärkt auf ihr Inlandsgeschäft, stellte Moody's fest. Dies reduziere zwar zumeist die Ausfallrisiken, erhöhe aber gleichzeitig den Druck auf die Ertragslage vor dem Hintergrund zusätzlicher Kosten. Hinzu komme, dass auch in Deutschland vergebene Darlehen angesichts der Wirtschaftsabkühlung nicht mehr so sicher seien.
Zudem bemängeln die Experten, dass viele Geldhäuser hierzulande immer noch stark von besonders zyklischen Sektoren wie der Schiffs- und Gewerbeimmobilienfinanzierung abhängig seien. Das mache "viele deutsche Banken anfällig für stark negative Entwicklungen, wie zum Beispiel eine Verschärfung der Staatsschuldenkrise in Europa".

Aktie auf dem Weg zum Kursziel
Die Studie sollte die Deutsche-Bank-Aktie nicht nachhaltig belasten. DER AKTIONÄR erwartet, dass der Titel noch in diesem Jahr das Kursziel von 40 Euro erreichen wird. Allerdings kann es nach der starken Kursentwicklung kurzfristig zu Gewinnmitnahmen kommen. Diese sind als gute Einstiegschancen zu werten. Stoppkurs bei 29,50 Euro setzen.
Mit Material von dpa-AFX
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