Deutsche Bank: Aktie im Fokus - droht die Aufspaltung?
Peer Steinbrück, möglicher Kanzlerkandidat der SPD, sorgt mit einem Strategiepapier für Aufsehen: Der ehemalige Bundesfinanzminister plädiert für eine Aufspaltung von Großbanken wie der Deutschen Bank. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisiert die Pläne.
"Eine einfache Trennung in gutes Bankgeschäft und schlechtes Bankgeschäft ist nicht ohne Weiteres möglich", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Rheinischen Post. "Eine Finanzkrise ließe sich so ohnehin nicht verhindern, denn auch die getrennten Banken wären über bilaterale Geschäfte miteinander verwoben." Auch von der Idee Steinbrücks, einen sogenannten Banken-ESM zu gründen, hält Dittmann nichts. Allerdings hält er es für nötig, dass die Abwicklung von systemrelevanten Banken möglich sein muss.
Keine Gefährdung des Finanzsystems
Steinbrück legt das Papier heute in Berlin vor. Der bedeutendste Punkt in dem Konzept ist die Abspaltung des risikoreichen Investmentbankings vom Kreditgeschäft. Die Insolvenz einer Investmentbank würde so nicht das komplette Finanzsystem gefährden, lautet die Idee dahinter.

Gute Einstiegschance
Die Aktie der Deutschen Bank holt nach der Rallye der vergangenen Wochen seit Tagen Luft und kämpft derzeit mit der 33-Euro-Marke. Steinbrücks Pläne sollten (noch) nicht weiter belasten. Für spekulativ orientierte Anleger bedeutet die momentane Konsolidierung eine gute Einstiegschance, da das Potenzial des Titels nach Einschätzung des AKTIONÄR noch nicht ausgereizt ist. Das Kursziel lautet 40 Euro, der Stopp sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.
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