Deutsche Bank: Spannung vor den Zahlen - Aktie steigt
Die Deutsche Bank ist im vierten Quartal wegen ihrer teuren offenen Baustellen wahrscheinlich in die roten Zahlen gerutscht. Kosten für juristische Streitigkeiten, den Konzernumbau und Abschreibungen überlagern auf jeden Fall die operativen Fortschritte der Bank zum Jahresende. Die Bank öffnet am Donnerstag ihre Bücher.
Die von Bloomberg befragten Analysten rechnen im Schnitt im vierten Quartal zwar noch mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Dabei fließen allerdings viele ältere Schätzungen mit ein, die zum Beispiel mögliche Strafzahlungen wegen des Libor-Skandals noch nicht berücksichtigen. In den jüngsten Studien wie der von Equinet, Warburg Research und der Commerzbank sind diese Belastungen bereits eingerechnet.
Sonderkosten belasten
Die drei Häuser erwarten bei der Deutschen Bank im vierten Quartal entsprechend ein Minus zwischen 102 Millionen und 538 Millionen Euro. Commerzbank-Analyst Michael Dunst rechnet damit, dass die größte deutsche Bank wegen ihrer Verwicklung in die mögliche Manipulation des Referenzzinssatzes Libor im vierten Quartal 350 Millionen Euro zurückstellt.
Der angekündigte Konzernumbau dürfte das Ergebnis nach seiner Berechnung mit 519 Millionen Euro belasten. Der Abbau von Risiken dürfte die Bilanz um rund eine halbe Milliarde Euro nach unten ziehen. Alles in allem geht er davon, dass sich die Sonderkosten im vierten Quartal auf rund 1,9 Milliarden Euro belaufen haben.

Da geht noch einiges
Im Vergleich zu anderen Banken wie Bank of America hat die Deutsche Bank Nachholpotenzial. DER AKTIONÄR sieht in dem Titel eine gute Investmentchance für spekulativ orientierte Anleger, die den Stoppkurs bei 29,50 Euro setzen. Das Kursziel lautet auf 50 Euro.
Mit Material von dpa-AFX
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Die Börsianer lieben Ben Bernanke. Der amerikanische Notenbank-Chef hat Ängste vor einem schnellen Ende der ultralockeren Geldpolitik aus dem Weg geräumt. Die Anleger greifen auch bei der Aktie der Deutschen Bank zu....mehr |
Der Führungsspitze der Deutschen Bank droht fast genau ein Jahr nach ihrem Amtsantritt eine ungemütliche Hauptversammlung. Unterdessen kann die Aktie des deutschen Marktführers am Mittwoch zulegen....mehr |
Die Experten von Independent Research haben die Anteile der Deutschen Bank noch einmal nähe runter die Lupe genommen. Ihr Ergebnis: Die Aktie des deutschen Branchenprimus bleibt ein Kauf und verfügt noch über reichlich Aufholpotenzial....mehr |
Wegen kritischer Analystenkommentaren und der Angst vor einem Ende der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank steht die Aktie der Deutschen Bank am Montag unter Druck. Noch schlimmer erwischt es die Commerzbank....mehr |
Nach JPMorgan hat sich auch die australische Investmentbank Macquarie kritisch über die Deutsche Bank geäußert. Die Experten stuften die Aktie des deutschen Marktführers ab und senkten das Kursziel....mehr |























