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Deutsche Bank: Spannung vor den Zahlen - Aktie steigt

Andreas Deutsch

Die Deutsche Bank ist im vierten Quartal wegen ihrer teuren offenen Baustellen wahrscheinlich in die roten Zahlen gerutscht. Kosten für juristische Streitigkeiten, den Konzernumbau und Abschreibungen überlagern auf jeden Fall die operativen Fortschritte der Bank zum Jahresende. Die Bank öffnet am Donnerstag ihre Bücher.

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Die von Bloomberg befragten Analysten rechnen im Schnitt im vierten Quartal zwar noch mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Dabei fließen allerdings viele ältere Schätzungen mit ein, die zum Beispiel mögliche Strafzahlungen wegen des Libor-Skandals noch nicht berücksichtigen. In den jüngsten Studien wie der von Equinet, Warburg Research und der Commerzbank sind diese Belastungen bereits eingerechnet.

Sonderkosten belasten

Die drei Häuser erwarten bei der Deutschen Bank im vierten Quartal entsprechend ein Minus zwischen 102 Millionen und 538 Millionen Euro. Commerzbank-Analyst Michael Dunst rechnet damit, dass die größte deutsche Bank wegen ihrer Verwicklung in die mögliche Manipulation des Referenzzinssatzes Libor im vierten Quartal 350 Millionen Euro zurückstellt.

Der angekündigte Konzernumbau dürfte das Ergebnis nach seiner Berechnung mit 519 Millionen Euro belasten. Der Abbau von Risiken dürfte die Bilanz um rund eine halbe Milliarde Euro nach unten ziehen. Alles in allem geht er davon, dass sich die Sonderkosten im vierten Quartal auf rund 1,9 Milliarden Euro belaufen haben.

Da geht noch einiges

Im Vergleich zu anderen Banken wie Bank of America hat die Deutsche Bank Nachholpotenzial. DER AKTIONÄR sieht in dem Titel eine gute Investmentchance für spekulativ orientierte Anleger, die den Stoppkurs bei 29,50 Euro setzen. Das Kursziel lautet auf 50 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

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