Deutsche Bank: Aktie weiter schwach
Nach den deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn geht es mit der Aktie der Deutschen Bank auch am Dienstag abwärts, allerdings nicht mehr so stark wie am Montag. Den Sorgen um die Weltkonjunktur stehen laut Marktteilnehmern zuversichtliche Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi gegenüber.
"Nach der Happy Hour der Notenbanken, die sich positiv auf die Finanzmärkte niedergeschlagen hat, geht es jetzt wieder um bodenständige, nüchterne Daten", kommentierte Stratege Robert Halver von der Baader Bank. So stellten sich Börsianer die Frage, wie Europa nun mit den anhaltenden Problemen in Griechenland umgehen wird und wann Spanien mit seinem Rettungsantrag komme. "Ist die aktuelle konjunkturelle Schwäche nur eine Delle oder wächst sie sich zu einer kräftigen Beule aus", das ist aus Sicht von Halver die Frage.
Draghi optimistisch
Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz argumentierte ähnlich: "Weitere Unsicherheiten über die Weltkonjunktur drücken auf die Stimmung." Der Internationale Währungsfonds senkte seine globale Wachstumsprognose und warnte vor Risiken.
Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, allerdings sah in seiner Rede vor dem Europäischen Parlament auch Gründe für mehr Zuversicht. Der EZB-Chef nannte insbesondere angestoßene Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Zudem verwies er auf den begonnen Prozess zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen. Für eine Bewertung der Lage in Griechenland verwies Draghi auf den Bericht der Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF. Derweil setzten die Euro-Finanzminister ihr Treffen gemeinsam mit den Nicht-Euro-Kollegen fort und beraten das Reizthema Finanzsteuer.

Chance nutzen
Spekulativ orientierte Anleger sollten die Konsolidierung bei der Deutschen Bank zum Einstieg nutzen. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 40 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 26,50 Euro gesetzt werden.
Mit Material von dpa-AFX
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