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Deutsche Bank: Angst vor Regulierung - was macht die Aktie?

Andreas Deutsch

Die Bundesregierung zieht wie bereits andere Länder weitere Konsequenzen aus der Finanzkrise 2008/09, in der auch in Deutschland Banken vor der Pleite gerettet werden mussten. Den Anlegern schmeckt das gar nicht.

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Die Bundesregierung knöpft sich zockende Manager bei Banken und Versicherungen vor: Ihnen drohen künftig harte Strafen, wenn sie ihre Unternehmen durch besonders riskante Geschäfte in eine Schieflage bringen. Ein Gesetzentwurf soll die Möglichkeit schaffen, Geschäftsleiter strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen, die ihre Bank oder Versicherung durch Pflichtverletzungen im Risikomanagement in ernste Probleme steuern. In diesen Fällen sind Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vorgesehen.

Abtrennung wahrscheinlich

Größere Institute müssen sich auf eine Abtrennung des risikoreichen Investmentgeschäft vom klassischen Bankgeschäft einstellen. Demnach soll das Kundengeschäft dann abgeschirmt werden, wenn die riskanten Geschäfte einen bestimmten Umfang erreicht haben: Die Vermögenswerte der riskanten Geschäftstätigkeiten müssen mehr als 20 Prozent der gesamten Bilanzsumme ausmachen oder größer als 100 Milliarden Euro sein.

Bei Überschreiten des Schwellenwertes muss das Eigengeschäft - also der nicht kundenbezogene Handel mit Finanzinstrumenten im eigenen Namen auf eigene Rechnung - in einer eigenständigen Handelsgesellschaft gebündelt werden.

Nur für Mutige

Nach den großen Verlusten vom Montag steht die Aktie der Deutschen Bank am Dienstag wieder im Fokus der Anleger. Am Morgen kann das Papier leicht zulegen. Da die geplante Regulierung nicht überraschend kommt, dürfte sie mittelfristig keine allzu großen Auswirkungen auf den Aktienkurs haben. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für spekulativ orientierte Anleger fest. Der Stoppkurs sollte bei 29,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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