Deutsche Bank: Vorstand skeptisch - Aktie trotzdem spitze
Trotz besser als erwarteter Quartalszahlen warnt das Management der Deutschen Bank vor Euphorie. Das Umfeld bleibe unsicher, heißt es am Dienstagmorgen. Die Aktie des deutschen Marktführers setzt sich trotzdem an die DAX-Spitze.
Die Führung der Deutschen Bank dämpft nach einem ordentlichen dritten Quartal die Erwartungen für den Rest des Jahres. "Kurzfristig erwarten wir weiterhin ein unsicheres gesamtwirtschaftliches Umfeld und werden daher unseren vorsichtigen und risikofokussierten Ansatz beibehalten", erklärten die beiden Co-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Dienstag. Im Quartalsbericht des Frankfurter DAX-Konzerns heißt es: "Angesichts dieses wirtschaftlichen Umfelds und aufgrund von Rechtsrisiken erwarten wir für das restliche Jahr eine moderat positive Entwicklung." Das Management bekennt sich zum Universalbankmodell.
Besser als erwartet
Im dritten Quartal verdiente die Deutsche Bank unterm Strich 747 Millionen Euro. Das sind drei Prozent mehr als vor einem Jahr, als der Gewinn angesichts der sich zuspitzenden Eurokrise eingebrochen war. Damit übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten leicht. Die Anleger reagieren auf die Zahlen erleichtert und greifen bei der Deutschen-Bank-Aktie zu. Das Papier gewinnt am frühen Dienstag 1,4 Prozent auf 33,75 Euro.

Aktie bleibt ein Kauf
Die Aktie der Deutschen Bank legt nach Vorlage der Zahlen am Dienstag um drei Prozent zu. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung für den Titel. Bis zum Jahresende sollte die Aktie die Marke von 40 Euro knacken. Langfristig sind Kurse um 50 Euro drin, sofern sich die Lage in der Eurokrise merklich entspannt. Stoppkurs bei 29,50 Euro setzen!
Mit Material von dpa-AFX
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