Deutsche Bank: Aktie rutscht weiter ab - Ungemach droht
Nach einem schwachen Mittwochshandel geht es mit der Aktie der Deutschen Bank am Donnerstag weiter abwärts. Im frühen Handel rutscht das Papier unter die Marke von 36 Euro, wodurch sich die charttechnische Situation verschlechtert.
Ein Großteil der europäischen Börsen hat am Mittwoch Kursverluste verbucht. Ein Grund hierfür waren Gerüchte, dass ein großer US-Rohstofffonds in Schwierigkeiten geraten sei und Positionen liquidieren müsse. "Die Kapitalmärkte reagieren seit der Finanzmarktkrise auf solche Nachrichten extrem empfindlich", sagte Analyst Thomas Gitzel von der VP Bank. Von der Marktschwäche blieben auch Bank-Aktien nicht verschont. Die Aktie der Deutschen Bank fiel um 1,1 Prozent auf 35,75 Euro. Am Donnerstagmorgen gibt es das Papier weitere 1,3 Prozent ab.
Märkte zittern vor Berlusconi
Auch die anstehende Wahl in Italien am Sonntag macht die Märkte nervös. Massive Reaktionen der Börsen sind nach Ansicht eines Experten dann zu befürchten, wenn in Rom keine regierungsfähige Mehrheit zustande kommt. "Dann sind Turbulenzen zu erwarten, wie wir sie vor zwei Jahren bereits hatten", sagte Professor Lüder Gerken im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Laut dem Experten drohen erneut ganz erhebliche Verwerfungen in der Eurozone, wenn erkennbar ist, dass sich Italien Reformen verweigert", meinte Gerken. Er ist Direktor des Centrums für Europäische Politik in Freiburg, eines "Think Tanks" zur Analyse europäischer Politik.
Italien wählt am Sonntag und Montag ein neues Parlament. Eine Rückkehr des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi an die Macht hätte nach Ansicht Gerkens ähnlich katastrophale Auswirkungen wie eine Blockade der Parteien. "Das eine ist genau so schlecht wie das andere. In beiden Fällen wären die dringend notwendigen Reformen nicht möglich."

Nur für Mutige
Seit der Empfehlung des AKTIONÄR vom Sommer liegt die Deutsche-Bank-Aktie mit 30 Prozent im Plus. Der Titel eignet sich weiter für risikobereite Anleger, die auf eine positive Entwicklung in der Eurokrise spekulieren. Stoppkurs bei 31 Euro setzen!
Mit Material von dpa-AFX
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