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Deutsche Bank: Gewinn wohl wieder geschrumpft - Aktie schwach

Andreas Deutsch

Die Deutsche Bank präsentiert am Dienstag ihre Zahlen für das dritte Quartal. Nach Einschätzung von Analysten hat das Unternehmen in den vergangenen drei Monaten trotz der verbesserten Stimmung an den Börsen keine großen Sprünge gemacht.

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Im ersten vollen Quartal unter der Leitung der neuen Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen dürfte die Deutsche Bank unter dem Strich sogar erneut weniger verdient haben. Neben dem schwachen Zinsumfeld rechnen Beobachter mit Sonderbelastungen etwa aus dem angekündigten Stellenabbau. Die Deutsche Bank will an diesem Dienstag (30. Oktober) ihre Zwischenbilanz vorlegen.

Gewinn etwas schwächer

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis zum 26. Oktober befragten Analysten rechnen im Schnitt mit einem Rückgang des Überschusses um knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 619 Millionen Euro. Das wäre auch noch einmal etwas schwächer als die 650 Millionen Euro im zweiten Jahresviertel. Allerdings gehen die einzelnen Schätzungen weit auseinander. Die Erträge dürften um 8 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro gestiegen sein.

Zumindest das Investmentbanking, das zuletzt wegen der großen Unsicherheit an den Finanzmärkten mit erheblichen Rückgängen zu kämpfen hatte, dürfte wieder besser gelaufen sein. Co-Chef Jain hatte bereits vor einem Monat "solide" Ergebnisse in Aussicht gestellt. Die US-Großbanken und auch der Schweizer Konkurrent Credit Suisse haben in den vergangenen Wochen bereits gute Zahlen vorgelegt. Auch bei der Deutschen Bank dürfte gerade das Geschäft mit Anleihen wieder angezogen sein, während das Aktiengeschäft wohl weiter Federn lassen musste. Die Zurückhaltung der Anleger belastet auch das Privatkundengeschäft.

Mutige können kaufen

Auch wenn die Zahlen für das dritte Quartal nicht rosig ausfallen sollten: Die Strategie des neuen Managements ist vielversprechend. Bis 2015 will die neue Konzernführung die jährlichen Kosten um 4,5 Milliarden Euro drücken. Das Kapital soll möglichst ohne eine Kapitalerhöhung verbessert werden. Dazu wollen Jain und Fitschen die jährlichen Kosten um 4,5 Milliarden Euro drücken. DER AKTIONÄR traut der Aktie der Deutschen Bank langfristig Kurse um 50 Euro zu. Der Stoppkurs sollte bei 29,50 Euro gesetzt werden.

Mit Material von dpa-AFX

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