Deutsche Bank: Aktie nach Credit-Suisse-Zahlen im Fokus
Die Schweizer Großbank Credit Suisse ist operativ wieder erstarkt und hat mit ihren Zahlen für das dritte Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Wie reagiert der Sektor auf die gute Nachricht?
Dank des harten Sparkurses und einer kräftigen Erholung des Investmentbankings verdiente Credit Suisse im dritten Quartal bereinigt um Sondereffekte 891 Millionen Franken. Vor einem Jahr stand an dieser Stelle lediglich ein Gewinn von 26 Millionen. Credit Suisse übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich stand dennoch ein Gewinneinbruch von 63 Prozent auf 254 Millionen Franken. Das lag vor allem an Belastungen aus der Neubewertung der eigenen Schulden.
Sparprogramm kommt gut voran
Mit ihrem Sparprogramm kommt die Schweizer Großbank so gut voran, dass sie noch kräftiger auf die Kostenbremse tritt. Das Institut werde das bisherige Sparziel von drei Milliarden Franken 2013 übertreffen, erklärte Vorstandschef Brady Dougan am Donnerstag.
In den Jahren 2014 und 2015 sollen die Kosten nun um jeweils weitere 500 Millionen Euro gedrückt werden. So soll die Kostenbasis dann vier Milliarden Franken niedriger als zu Beginn des Sparkurses im ersten Halbjahr 2011 sein. Bislang spart die Bank vor allem im Investmentbanking, aber auch das Privatkundengeschäft muss Federn lassen.

Chance für Mutige
Die Aktie der Deutschen Bank notiert nach Vorlage der Credit-Suisse-Zahlen nahezu unverändert. Spekulativ orientierte Anleger steigen ein und setzen den Stoppkurs bei 29,50 Euro. DER AKTIONÄR traut der Aktie der Deutschen Bank zu, noch in diesem Jahr die Marke von 40 Euro zu knacken. Langfristig hat das Papier Potenzial bis 50 Euro.
Mit Material von dpa-AFX
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