Deutsche Bank: Aktie stolpert - trotz JPMorgan-Überraschung
Die US-Großbank JPMorgan hat im vergangenen Quartal von der guten Stimmung an den Börsen und der Stabilisierung des US-Immobilienmarktes kräftig profitiert. Der Aktie der Deutschen Bank hilft das am Freitagnachmittag allerdings nur kurz auf die Sprünge.
JPMorgan hat den Überschuss im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 5,71 Milliarden Dollar gesteigert. Damit übertraf die US-Investmentbank die Erwartungen von Analysten. Vor allem der anziehende Immobilienmarkt sorgte für einen positiven Effekt. Weil die Hausbesitzer ihre Kredite wieder regelmäßiger bedienen, hob die Bank Rückstellung in Höhe von 900 Millionen Dollar auf.
Hoffnung auf gute Zahlen
Nach den guten US-Bankenzahlen seien die Anleger nun mit Blick auf Goldman Sachs und Citigroup optimistisch, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Beide Banken legen kommende Woche ihre Zahlen vor. Zudem bestehe weiter die Hoffnung, dass Spanien nach der gestrigen Bonitätsabstufung durch die Ratingaentur Standard & Poor's (S&P) vollständig unter den Euro-Rettungsschirm ESM schlüpfe. Nach der US-Börseneröffnung könnte noch das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Bewegung sorgen.

Chance für Mutige
Der Markt gibt zum Wochenausklang trotz der guten Nachrichten nach. Die Deutsche-Bank-Aktie bildet da keine Ausnahme. Die Kaufempfehlung des AKTIONÄR bleibt bestehen. Das Kursziel lautet weiterhin 40 Euro, Stopp bei 26,50 Euro setzen.
Mit Material von dpa-AFX
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