Die Aktie der Deutschen Bank nimmt Kurs auf die 35-Euro-Marke. Trotz der Unsicherheiten wegen Griechenland legte der Titel am Dienstag zu. Am Mittwoch notiert die Deutsche Bank vorbörslich im Plus.
Die griechischen Spitzenpolitiker werden ihr Land wohl nicht pleite gehen lassen. Laut Medienberichten will sich der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos an diesem Mittwoch in Athen mit den Chefs der drei Regierungsparteien treffen, um das neue Sparpaket zu billigen. Damit wäre der Weg frei für neue Milliardenkredite aus dem Ausland. Ohne diese wäre Griechenland kurzfristig zahlungsunfähig.
Verkraftbar
DER AKTIONÄR hat in Ausgabe 6/2012 genau analysiert, dass eine Pleite Griechenlands keine verheerenden Auswirkungen auf die Bilanzen der deutschen Banken hätte. Das Exposure der Commerzbank in Griechenland beträgt gerade einmal 0,3 Prozent der Bilanzsumme. Das Griechenland-Engagement der Deutschen Bank beläuft sich auf 2,8 Milliarden Euro. Das entspricht lediglich 0,1 Prozent der Bilanzsumme des deutschen Marktführers.
Nur noch online
Darüber hinaus berichtet die Financial Times Deutschland, dass die Deutsche-Bank-Tochter Norisbank künftig nur noch als Direktbank über das Internet auftreten wird. Die Deutsche Bank will die rund 100 Filialen auflösen und die etwa 400 Mitarbeiter in den Filialvertrieb der Postbank integrieren. Die Norisbank hat 650.000 Kunden, die Postbank 14 Millionen.
Aktie ein Kauf
Das Sentiment für Bank-Aktien hat sich stark verbessert. Trotz der Kurssteigerungen in den vergangenen Monaten ist zum Beispiel die Deutsche Bank noch günstig zu haben. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis beträgt gerade einmal 0,6. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung fest und sieht das Kursziel bei 46 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 25 Euro gesetzt werden.
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