Deutsche-Bank-Aktie: Rallye furioso - und jetzt?
Nach dem fulminanten Kurssprung am Donnerstag und am Freitag rückt das mittelfristige Kursziel des AKTIONÄR von 32 Euro schon jetzt in greifbare Nähe. Für Kursfantasie sorgt neben den Maßnahmen der EZB auch der Konzernumbau der Deutschen Bank, der dem Unternehmen viel Geld sparen wird.
Die Führungsspitze der Deutschen Bank will einem Bericht des Spiegel zufolge noch umfassendere Sparpläne vorlegen. Betroffen sei insbesondere das Investmentbanking, schreibt das Nachrichtenmagazin (Montag) ohne Angabe von Quellen. Demnach wollen die Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen etwa in London Standorte zusammenlegen und Gebäude verkaufen. In anderen Städten sollten ebenfalls die Kosten für Immobilien gesenkt werden. Zudem sei vorgesehen, Vergütungsmodelle weit über das bisher bekannte Ausmaß zu reformieren und die Entwicklung neuer Produkte zu zentralisieren.
Investmentbanking wird ausgedünnt
Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte dies am Sonntag nicht kommentieren. Er verwies auf eine Pressekonferenz an diesem Dienstag. Bereits Ende Juli hatte die Deutsche Bank angekündigt, 1.900 Stellen zu streichen, davon 1.500 im Investmentbanking. Insgesamt sind bei Deutschlands größter Bank gut 100.000 Menschen beschäftigt. Langfristig wollen Jain/Fischen die Kosten um drei Milliarden Euro pro Jahr drücken.
Neue Bonus-Regeln
Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung will die Bank zudem ihre Bonus-Regeln neu fassen. Für Boni sollten künftig neben den Geschäftszahlen auch der "gute Umgang" mit den Mitarbeitern sowie die Kundenorientierung eine Rolle spielen, schreibt das Blatt unter Berufung auf informierte Kreise. Ein Sprecher der Deutschen Bank habe zu diesem Thema auf die Pressekonferenz an diesem Dienstag verwiesen.
Da geht noch mehr
Die Deutsche-Bank-Aktie notiert am Montagmorgen leicht im Minus, was angesichts der vergangenen Tage normal ist. DER AKTIONÄR hält langfristig Kurse um die 40 Euro für möglich, sofern die EZB die Märkte weiter mit Geld flutet und die Maßnahmen dazu führen, dass sich die Lage in der Eurokrise merklich entspannt. Stoppkurs auf 25 Euro nachziehen!
Mit Material von dpa-AFX
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