Deutsche-Bank-Aktie: Wolfgang Schäuble löst Rallye aus
Deutschland und Frankreich wollen bei der Lösung der Euro-Schuldenkrise stärker zusammenarbeiten. Das kündigten Finanzminister Wolfgang Schäuble und sein französischer Amtskollege Pierre Moscovici am Montag in Berlin an. Die Anleger freut's.
Politische Börsen haben kurze Beine, heißt es. Fakt ist aber, dass Aussagen von Politiker und Spekulationen um Maßnahmen der Politik derzeit entscheiden, wohin der Markt geht. Am Montag sorgen Aussagen von Wolfgang Schäuble und Pierre Moscovici dafür, dass die Anleger Aktien kaufen - und verstärkt bei einigen Finanztiteln wie der Deutschen Bank zugreifen. Das Papier des deutschen Marktführers kann am Montagnachmittag um 2,5 Prozent auf 27,90 Euro zulegen.
"Wir kommen voran"
Schäuble und der französische Finanzminister Pierre Moscovici wollen einen gemeinsamen Arbeitsstab bilden, „der sehr eng zusammenarbeitet, um die anstehenden Entscheidungen bilateral vorzubereiten", sagte Schäuble am Montag.
Dabei gehe es um Vorschläge für die Bankenunion, die Stärkung der Fiskal- und Währungsunion sowie Griechenland. Es würden gemeinsame Entscheidungen vorbereitet zu dem, was Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande vergangene Woche mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras besprochen hätten.
Er und Moscovici seien zudem in engem Kontakt zur spanischen Regierung, um "sehr rasch" die notwendigen Entscheidungen zur Umsetzung des schon vereinbarten Programms zur Rekapitalisierung der spanischen Banken treffen zu können, sagte Schäuble. Auch müssten Wachstumskräfte in Europa gestärkt werden: "Wir haben es generell, überall in der Weltwirtschaft, aber eben auch in Europa mit einer schwächelnden Phase der wirtschaftlichen Entwicklung zu tun."
Nach den Worten Moscovicis war das Treffen ein "Zeichen, dass wir zusammen vorankommen wollen in Richtung nachhaltiger Lösungen". Es sei entscheidend, die Arbeit jetzt zu vertiefen in dem bilateralen Arbeitsstab. Es gehe um die Integrität, die Nachhaltigkeit und die Stabilität der Euro-Zone.

Wie weit geht es noch?
Die Aktie der Deutschen Bank bleibt eine Wette auf einen positiven Ausgang der Euro- und Schuldenkrise. Wegen der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten sollten nur risikobewusste Anleger spekulieren. Mittelfristig sind Kurse von 32, langfristig von 40 Euro möglich. Stoppkurs bei 22 Euro setzen.
Mit Material von dpa-AFX
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Bank-Aktien sollten die Anleger am Freitag im Auge behalten. Die Schweizer Großbank hat den en globalen sowie den europäischen Bankensektor hochgestuft. Aber es gibt noch mehr positive Meldungen....mehr |
Trotz eines positiven Kommentars von Exane BNP Paribas notiert die Aktie der Deutschen Bank am Donnerstag nahezu unverändert. Für mutige Anleger bieten Verschnaufpause eine gute Einstiegsgelegenheit....mehr |
Der deutsche Aktienmarkt hat seine Rekordjagd am Mittwoch trotz schwacher Konjunkturdaten fortgesetzt. Zu den Gewinnern im Index zählen Commerzbank und Deutsche Bank....mehr |
Die Verschnaufpause bei der Deutschen Bank scheint vorbei. Im frühen Mittwochshandel legt die Aktie leicht zu. Auch die Vorgaben für den DAX sind gut, so dass es ein freundlicher Handelstag werden sollte....mehr |
Während der DAX seine Verschnaufspause beendet hat, hat die Aktie der Deutschen Bank weiterhin den Rückwärtsgang eingelegt, sich vom Tagestief aber ein gutes Stück entfernt. Für mutige Anleger bedeuten schwache Tage eine Kaufchance. ...mehr |























