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Deutsche Bank: Ackermann erwartet leichte Rezession

Andreas Deutsch

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann rechnet damit, dass Europa die Schuldenkrise mittelfristig überwinden wird. Die deutsche Wirtschaft sei im Kern gesund. Ackermann erwartet zwar, dass sich die Konjunktur eintrübt. Allerdings werde es wohl keine schwere Rezession geben.

"Die deutsche Wirtschaft ist im Kern gesund, Europas Probleme sind beachtlich, aber lösbar", sagte Ackermann beim Hauptstadtempfang der Deutschen Bank am Montag laut Protokoll. Die Schuldenkrise werde zwar zu einer Belastung für die deutsche Wirtschaft, allerdings mit überschaubaren Folgen. Ackermann hält es für wahrscheinlich, dass es in Deutschland im ersten Halbjahr eine "leichte Rezession" geben wird. Im zweiten Halbjahr sei wieder mit einer Belebung zu rechnen.

"Einheit ist wichtig"

Darüber hinaus sprach sich Ackermann mit Nachdruck für eine Vertiefung der europäischen Einheit aus. Sie sei weit mehr als der Weg zur Lösung der Staatsschuldenkrise. Man müssen den Menschen klarmachen, "dass nur ein integriertes, wahrhaft vereintes Europa in der Lage sein wird, seinen Wohlstand, seine Werte, seine Identität zu bewahren".

Aktie ein Kauf für Risikobewusste

Die Aktie der Deutschen Bank legte am Montag knapp ein Prozent zu. Der Kursanstieg verwundert, da die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) am Freitag die Bonität von neun Euro-Staaten abgestuft hatte. Ein solcher Schritt hätte vor ein paar Wochen noch zu massiven Kursverlusten bei den Bankaktien geführt. Das zeigt, dass sich das Sentiment bei dem Sektor deutlich verbessert hat. Für den AKTIONÄR ist die Aktie der Deutschen Bank ein Top-Pick aus dem Sektor. Spekulativ orientierte Anleger setzen den Stoppkurs bei 25 Euro.

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