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Deutsche Bank: Ermittlungen in den USA - Aktie unter Druck

Andreas Deutsch

Nach der britischen Standard Chartered muss auch die Deutsche Bank in den USA möglicherweise mit Konsequenzen wegen ihrer Iran-Geschäfte rechnen. Mehrere US-Behörden ermitteln nach einem Pressebericht unter anderem gegen die Frankfurter.

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Im Raum stehe der Verdacht, dass die Banken Milliarden Dollar bei Geschäften mit dem Iran, dem Sudan und anderen sanktionierten Nationen durch ihre US-Niederlassungen geschleust haben, berichtet die New York Times. Die Ermittlungen gegen die Deutsche Bank seien allerdings noch in einem frühen Stadium, hieß es unter Berufung auf Ermittler, die mit den Fällen vertraut seien.

Harte Linie

Ein Banksprecher wollte dies am Wochenende in Frankfurt nicht kommentieren. Er betonte aber, die Bank habe bereits 2007 die Entscheidung getroffen, keine neuen Geschäftsbeziehungen mit dem Iran, Sudan, Syrien und Nordkorea aufzunehmen und bestehende Geschäftsbeziehungen im Rahmen des rechtlich Möglichen zu kündigen.

Dass die USA grundsätzlich eine harte Linie gegen die Finanzwelt fahren, hatte die Deutsche Bank bereits zu spüren bekommen. Wegen zwielichtiger Hypotheken-Geschäfte ihrer US-Tochter MortgageIT zahlten die Frankfurter im Mai 202 Millionen Dollar. Der Vorwurf lautete, dass die Mitarbeiter von MortgageIT jahrelang die Angaben zu Krediten für Eigenheim-Besitzer geschönt hätten, damit der Staat die Finanzierungen absichert. Auch beim Libor-Skandal um manipulierte Referenzzinssätze taucht der Name der Deutschen Bank auf.

Nur Mutige sollten einsteigen

Die Ermittlungen in den USA belasten das Sentiment im Bankensektor. Die Aktie der Deutschen Bank gibt im frühen Montagshandel 1,7 Prozent nach. Trotz der aktuell günstigen Bewertung eignet sich der Titel ausschließlich für mutige Anleger, die allerdings mit dem Einstieg Kurse über 26 Euro abwarten sollten. Die Position sollte mit einem Stopp bei 22 Euro abgesichert werden.

Mit Material von dpa-AFX

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