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Deutsche Bank: Aktie tief im Minus - Analyst rät zum Verkauf

Andreas Deutsch

Die Eurokrise ist mit einem Schlag wieder zurück, Aktien der Banken verlieren am Montag besonders stark. Deutsche Bank verliert über vier Prozent auf 23,58 Euro. Laut den Analysten der Privatbank Berenberg ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

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Die Privatbank Berenberg hat Deutsche Bank mit „Sell" und einem Kursziel von 20 Euro in die Bewertung aufgenommen. Aufgrund der aktuell trüben Aussichten für Investmentbanken rate er nicht zu einem Investment in Aktien aus der Branche, schrieb Analyst James Chappell in einer Sektorstudie vom Montag. Bei außerbörslich gehandelten Derivaten drohe eine verschärfte Regulierung, Kostensenkungen seien erforderlich und die Kapitalausstattung bleibe branchenweit zu niedrig. Das negative Votum für die Aktie des deutschen Marktführers begründet der Experte vor allem mit seinen niedrigen Erwartungen im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen.

Zins-Skandal und Eurokrise

Neben der Studie belastet der Libor-Skandal die Aktie. Größer als die Gefahr möglicher Strafzahlungen könnte für die Deutsche Bank das Risiko durch Schadensersatzforderungen von privaten Klägern werden. So hat sich die Frankfurter Privatbank Metzler einer Sammelklage in den USA angeschlossen. Zugleich wächst der Druck auf den neuen Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain. In dessen früherem Verantwortungsbereich, dem Investmentbanking, waren die beiden suspendierten Händler beschäftigt. Sie sollen allerdings fünf Hierarchieebenen unter Jain gearbeitet haben.

Darüber hinaus spitzt sich die Lage am spanischen Anleihenmarkt immer weiter zu, was auch die Banken belastet. Die Renditen für spanische Staatsanleihen erreichten am Montag in vielen Laufzeiten neue Rekordstände. Mittlerweile liegt die Rendite nicht nur im Zehnjahresbereich über der kritischen Marke von sieben Prozent, sondern auch bei Schuldtiteln mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren. Zweijährige Anleihen rentierten am Montagvormittag erstmals mit mehr als sechs Prozent. Im Fahrwasser Spaniens trübte sich auch die Lage am Rentenmarkt Italiens ein.

Engen Stoppkurs setzen

Das Sentiment bei Bank-Aktien verschlechtert sich zusehends. Weitere Verluste sind wahrscheinlich. Investierte Anleger beachten den engen Stoppkurs bei 22 Euro.

Mit Material von dpa-AFX.

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