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Deutsche Bank: Zahlreiche Interessenten für BHF

Thorsten Küfner

Die Deutsche Bank dürfte wohl keine Probleme haben, sich von der durch die Sal-Oppenheim-Übernahme ebenfalls einverleibte BHF-Bank zu trennen. Laut einem Pressebericht sind zahlreiche Kreditinstitute, aber auch Finanzinvestoren an der BHF interessiert.

Die Deutsche Bank hat beim Verkauf der BHF-Bank offenbar die Qual der Wahl: Nach Angaben der FTD haben die Frankfurter bereits zahlreiche Gebote erhalten. Interessenten sind dabei die französische Großbank BNP Paribas, die liechtensteinische Fürstenbank LGT und die Privatbank Julius Bär. Aber auch Finanzinvestoren wie Permira, Apollo und Kohlberg Kravis Roberts (KKR) wollen mitbieten.

Die BHF-Bank war im Zuge des Kaufs von Sal. Oppenheim in den Besitz der Deutschen Bank gelangt und soll nun verkauft werden. Das Institut wurde 2004 für 600 Millionen Euro von Sal. Oppenheim gekauft, das Verwahrgeschäft von BHF wurde bereits für 250 Millionen Euro an die Bank of New York Mellon abgegeben.

Insider verkaufen Aktien

Entgegen der überwiegend freundlichen Stimmung an den Märkten und der positiven Analysteneinschätzungen zur Aktie der Deutschen Bank haben sich offenbar führende Manager des Bankenriesen von Anteilscheinen des DAX-Konzerns getrennt. Laut Datenbank der BaFin haben die Vorstände Michael Kröner, Pierre de Weck, Seth Harrison Waugh und Kevin Parker zu Kursen zwischen 54 und 56 Euro Papiere im Wert von 2,7 Millionen Euro auf den Markt geworfen. Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) erklärte: "Da zwei von ihnen in den USA für die Deutsche Bank arbeiten, mag wohl der Blick auf die dortige Konjunkturlage mit zu dieser Entscheidung beigetragen haben."

Aktie bleibt attraktiv

Die Aktie der deutschen Bank ist nach wie vor unterbewertet. Angesichts der erwarteten positiven Gewinnentwicklung in den kommenden Jahren ist ein 2010er-KGV von 8 sowie ein KBV von 0,8 für die Anteile des deutschen Branchenprimus eindeutig zu wenig. Die Aktie bleibt daher ein Kauf. Das Kursziel lautet weiterhin 62,00 Euro, der Stopp sollte bei 42,00 Euro belassen werden.

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